Fast 4 Millionen Euro für Biebrich, Gräselberg, Wellritzstraße und Schelmengraben

Um Wünsche von Anwohnern wahr werden zu lassen, fördern Bund und Land in diesem Jahr vier Wiesbadener Wohnquartiere mit dem Programm „Soziale Stadt“. Mehr als 2 Millionen Euro gehen dabei allein auf den Gräselberg.

Fast 4 Millionen Euro für Biebrich, Gräselberg, Wellritzstraße und Schelmengraben

Für Haussanierungen, neue soziale Einrichtungen und mehr Kitaplätze erhalten vier Wiesbadener Wohnquartiere jetzt Fördermittel von Land und Bund. Dabei handelt es sich in allen vier Stadtteilen um Wohngegenden, in denen laut Stadt eine erhöhte soziale Bedarfslage vorliegt. Mit den Geldern soll die Aufenthaltsqualität für die Bewohner im eigenen Viertel gesteigert werden, und neue Chancen, etwa in Bezug auf Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Inneres Westend

In das Innere Westend investiert das Förderprogramm mit dem Namen „Soziale Stadt“ schon seit 1999. Dort stehen vor allem Bleich- und Wellritzstraße im Fokus der Förderungen. Bisher blickt der Stadtteil auf Projekte wie die Entwicklung des Wellritzhofes oder der Erhalt des Georg-Buch-Hauses als Begegnungsstätte im Fokus. In der Wellritzstraße, die seit April zur Fußgängerzone geworden ist, will das Projekt jetzt noch mehr auf eine gute Optik setzen. So gab es schon Ideen, wie Hausfassaden umgestaltet werden können, eine Weihnachtsbeleuchtung Lust auf die Weihnachtszeit macht und Schaufenster in den Läden mehr Kundschaft anlocken könnten. Dafür bekommt das Innere Westend in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 797.000 Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Gräselberg

Im Quartier Gräselberg sollen alte Mietwohnungen profitieren. Weil viele der Mehrfamilienhäuser noch aus den 1960er und 1970er Jahren stammen, haben einige eine Sanierung nötig. Auch soll das Quartier neu strukturiert werden: Viele Bewohner haben bereits vor einiger Zeit den Wunsch nach einem richtigen Treffpunkt geäußert. So haben sich Vertreter von Kirchen, sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten und viele andere Bürger bereits zusammengesetzt und erste Ideen für ein neues Stadteilzentrum gesammelt. Bund und Land sind diese Ideen ganze 2.269.000 Euro Wert. Wann genau gebaut wird, steht jedoch noch nicht fest.

Biebrich-Mitte

Ein Umbau soll es auch in Biebrich-Mitte geben. Dort steht das Gelände der ehemaligen Freiherr-vom-Stein-Schule leer. Mit den Mitteln des Förderprogramms soll das alte Gebäude zu einer Kindertagesstätte umgebaut werden und so neue Betreuungsplätze im Stadtteil schaffen. Erste Untersuchungen dafür laufen bereits. Zudem will das Programm „Soziale Stadt“ weiterhin die Einzelhändler im Stadtteil unterstützen und die bereits vorhandenen Grünflächen aufwerten. Dafür gehen in diesem Jahr 389.000 Euro nach Biebrich.

Schelmengraben

In Wiesbaden fließt Geld nicht nur ins Westend und nach Biebrich, sondern auch in den Schelmengraben. Für das Wohnquartier gibt es 500.000 Euro. Welche Projekte genau damit gefördert werden, steht noch nicht fest. Wichtig sei den Initiatoren von „Soziale Stadt“ aber immer, dass die Bürger selbst die Ideen und Wünsche zusammentragen, die ihren Stadtteil aufwerten können. Insgesamt werden in Hessen Projekte in 34 Städten gefördert. (nl)

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