Der Fuhrpark der Stadt wird elektrisch

Fördermittel ermöglichen es, dass die Stadt 61 Dienstwagen aus ihrem Fuhrpark austauschen kann. Um die Luftqualität zu verbessern und Lärm zu vermindern, geht Wiesbaden mit gutem Beispiel voran und setzt auf Elektroautos.

Der Fuhrpark der Stadt wird elektrisch

Einen Scheck über 1,3 Millionen Euro hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Freitag der Klimaschutztmanagerin der Stadt, Laura Gouverneur, überreicht. Mit diesen Fördermitteln will die Stadt jetzt ihren Fuhrpark modernisieren.

Mit Blick auf die Luftqualität, die in Wiesbaden zunehmend unter dem hohen Verkehrsaufkommen leidet, soll das Geld in 61 neue Dienstwagen für die Verwaltung der Landeshauptstadt und ihre Eigenbetriebe investiert werden. Auch für die dazugehörigen Ladesäulen gibt es Fördermittel vom Bund. „Nach ersten Erfahrungen mit der Elektromobilität können wir mit diesem Vorhaben einen großen Schritt in Richtung eines nachhaltigen betrieblichen Fuhrparkmanagements der Landeshauptstadt Wiesbaden machen“, erklärt Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne).

Kosten sparen

Mittelfristig soll ein Pool von Fahrzeugen bereitgestellt werden, auf den alle Ämter zugreifen können. Bei voller Auslastung des Fahrzeugpools sollen zusätzlich Carsharing-Angebote genutzt werden, um Bedarfsspitzen zu decken. Auch betriebswirtschaftlich ist das Maßnahmenpaket sinnvoll, denn es führt zu einer Verkleinerung des städtischen Fuhrparks und entsprechend zu geringeren Kosten.

„Kfz-Lärm spielt für die Lebensqualität eine wichtige Rolle.“ - Andreas Kowol, Grüne

Kowol erklärt, dass die neuen Autos auch langfristig Kosten sparen sollen. So seien sie in der Unterhaltung günstiger als die bisherigen Wagen, man rechne mit einem Drittel weniger Kosten für Reparaturen und Wartung. Zudem seien sie fast geräuschlos auf den Straßen unterwegs und tragen so dazu bei, die Lärmbelästigung - vor allen in der Innenstadt - zu senken. „Kfz-Lärm spielt für die Lebensqualität eine wichtige Rolle“, so der Dezernent, der dessen Reduzierung als Ziel der Stadtpolitik erklärt.

Hintergrund

Bereits im Januar hatte sich die Landeshauptstadt Wiesbaden beim Projekt „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ beworben. Nachdem der Fond des Bundes nach Verhandlungen mit Ländern und Kommunen auf insgesamt eine Milliarde Euro erhöht wurde, sicherte sich Wiesbaden seinen Anteil von 1,3 Millionen Euro. Bereits Anfang Juni war ein umfangreicher Zuschuss zum Projekt „Digitalisierung des Verkehrs der Landeshauptstadt Wiesbaden (DIGI-V)“ bewilligt worden (wir berichteten).

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