Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat die Beratungen zum Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplans 2040 eingeleitet. Wie die Stadt mitteilt, ist der Plan das zentrale Instrument, um die Flächenentwicklung der gesamten Stadt für die nächsten 15 bis 20 Jahre zu gestalten.
Dabei sollen die Bedarfe der Siedlungsentwicklung mit den Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes in Einklang gebracht werden. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende betont die Bedeutung des Plans: „Der Flächennutzungsplan gibt uns die Chance, die Entwicklung unserer Stadt so zu steuern, dass wir zukünftig ausreichend Wohn- und Arbeitsstätten bereitstellen können und gleichzeitig adäquat auf den Klimawandel reagieren, den Naturhaushalt schonen und unser Stadt- und Landschaftsbild bewahren.“
In den kommenden Wochen wird der Vorentwurf in den 26 Ortsbeiräten beraten. Grundlage dafür waren unter anderem Erkenntnisse aus früheren Beratungen sowie das integrierte Stadtentwicklungskonzept Wiesbaden 2030+, eine gesamtstädtische Klimastudie und das Gewerbeflächenentwicklungskonzept. Im September soll der Plan den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Klimaschutz und regionale Interessen
Der Vorentwurf enthält neue Darstellungen, um auf Themen wie Klimawandel, nachhaltige Energieversorgung und den Umgang mit dem Naturhaushalt zu reagieren. Dazu gehören Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen oder zum Schutz der Klimafunktion.
Der Plan soll auch dazu dienen, die Interessen Wiesbadens in den neuen Regionalplan Südhessen einzubringen. Wichtige Flächenpotenziale wie die Erweiterung des Max-Planck-Parks in Delkenheim oder die Bedarfe der Energiewende seien auf regionaler Ebene aus Sicht der Landeshauptstadt noch nicht ausreichend verankert. „Wir müssen unsere Belange gegenüber der Regionalplanung weiterhin deutlich zum Ausdruck bringen, um als Landeshauptstadt selbstbestimmt unsere Flächenentwicklung zu gestalten“, so Mende.
Nach den politischen Beratungen, die bis Ende September andauern sollen, sind Informationsveranstaltungen für alle Bürger geplant. Dann werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt, sodass Interessierte Stellungnahmen abgeben und sich aktiv in die Planungen einbringen können.