Was aus der Treppe hinter dem Hauptbahnhof wurde

Jahrelang verband eine Treppe den Hauptbahnhof mit dem Wohngebiet dahinter. Seitdem auf der Westseite des Bahnhofs gebaut wird, müssen Anwohner einen Umweg laufen. Merkurist-Leser Richard fragt sich deshalb: Wann kommt die Treppe zurück?

Was aus der Treppe hinter dem Hauptbahnhof wurde

Sie war praktisch und machte Merkurist-Leser Richard den täglichen Weg zum Bahnhof angenehmer: Lange gab es zwischen dem Hauptbahnhof und der Breitenbachstraße eine Treppe. Sie führte von dem Wohngebiet an der Biebricher Allee direkt hinter den Bahnhof. Seitdem an der Westseite des Bahnhofs gebaut wird, ist die Treppe allerdings verschwunden.

Richard ärgert das. Er wohnt in dem Gebiet in der Breitenbachstraße und muss jetzt um das gesamte Bauprojekt herum laufen, um zum Bahnhof zu gelangen. Für ihn bedeutet das einen Umweg von etwa zehn Minuten. Mit ihm müssen das auch viele andere Menschen tun, wie der Wiesbadener erzählt. Neben anderen Anwohnern, die zum Bahnhof oder ins Lili gehen wollen, haben die Treppe auch Pendler genutzt, die in der Breitenbachstraße geparkt haben. Richard fragt sich deshalb, wann die Treppe wieder zurückkommt.

Aus Verkehrssicherheitsgründen abgebaut

„Somit bleibt auch zukünftig die direkte Zuwegung zwischen Klingholzstraße und Breitenbachstraße erhalten.“ - Dirk Huthwelker, HS.02

Warum genau sie überhaupt abgebaut wurde, weiß Dirk Huthwelker, vom für das Bauprojekt hinter dem Bahnhof zuständige Architekturbüro „HS.02 huthwelker.stoehr + partner“. Als mit den Bauarbeiten an den Wohn- und Bürogebäuden begonnen wurde, habe man die Treppe abgetragen, um für ausreichend Verkehrssicherheit zu sorgen. Sobald das Projekt fertiggestellt wurde, soll sie aber wieder aufgebaut werden, so der Architekt. „Somit bleibt auch zukünftig die direkte Zuwegung zwischen Klingholzstraße und Breitenbachstraße erhalten.“

Voraussichtlich fertig sein sollen die zwei Wohn- und das Bürogebäude im ersten Quartal 2020. 43 Wohnungen und eine Tiefgarage sollen dann in Richtung Biebricher Allee entstehen. Das neue Bürogebäude in Richtung Bahnhof soll auf fünf Geschossen Platz für eine 4600 Quadratmeter große Bürofläche bieten. Zuvor befanden sich an dem Standort jahrelang ungenutzte Betonfundamente, nachdem dort 2006 eigentlich Stadtvillen gebaut werden sollten. (nl)

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