Die Stadt Wiesbaden plant für das Haushaltsjahr 2025 mit einem deutlichen Überschuss von rund 42 Millionen Euro. Das berichtet der Wiesbadener Kurier unter Berufung auf Kämmerer Hendrik Schmehl (SPD).
Schmehl habe die positiven Neuigkeiten in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses verkündet. Die Bilanz habe sich demnach vor allem durch deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen verbessert, die für 2025 nun bei rund 550 Millionen Euro liegen sollen. Die Kämmerei könne mit 31 Millionen Euro mehr Erträgen rechnen als noch im November angenommen. Gleichzeitig lägen der Steueraufwand sowie die gesetzliche Umlage fast 13 Millionen Euro unter den ursprünglichen Planungen. Der Transferaufwand falle zudem um 33 Millionen Euro geringer aus.
Das unerwartet hohe Plus sei vor allem für die städtischen Rücklagen ein wichtiges Signal. Während diese bereits als aufgebraucht gegolten hätten, rechne man nun bis Ende 2026 mit einem Polster von über 71 Millionen Euro.
„Ausdruck solider Finanzpolitik“
Bei den Stadtverordneten der Kooperationspartner kamen die Nachrichten laut dem Bericht gut an. Christa Gabriel (SPD) wird zitiert: „Wir wurden oft für unsere Haushaltsführung gescholten. Dennoch haben wir stets einen genehmigten Haushalt vorlegen können. Das ist Ausdruck solider Finanzpolitik.“
Für den Haushalt 2026 erwarte man nach einem Treffen mit der Kommunalaufsicht eine Genehmigung im zweiten Quartal mit kleinen Auflagen, so Kämmerer Schmehl.