Filme, die in Wiesbaden gedreht wurden

Neroberg, Kurhaus, Villa Clementine – diese und weitere Wiesbadener Orte waren schon in Film und Fernsehen zu sehen. In Teil 3 unserer Serie zeigen wir euch, in welchen Filmen ihr auf jeden Fall ein Stück Wiesbaden entdecken werdet.

Filme, die in Wiesbaden gedreht wurden

Wiesbaden ist nicht nur Kur-, sondern auch Filmstadt. In der Vergangenheit wurden hier zahlreiche Filme und Serien gedreht – darunter einige Klassiker aus den 1950er und 60er Jahren aber auch ganz aktuelle Formate. Nachdem wir euch in Teil 1 und Teil 2 schon einige Filme und Serien gezeigt haben, stellen wir euch heute vier weitere Produktionen vor, die zum Teil in Wiesbaden gedreht wurden.

Natalie - Endstation Babystrich

Als Kinderprostituierte Natalie Schneider wurde die Schauspielerin Anne-Sophie Briest bundesweit bekannt. Die Filmreihe „Natalie – Endstation Babystrich“ wurde 1994 zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt und soll auf einer realen Geschichte basieren. Im Film wird die 14-jährige Natalie oft von ihren Eltern vernachlässigt, leidet unter den Wutausbrüchen ihres Vaters und rutscht in ein Doppelleben zwischen Schule und Babystrich ab. Der Wiesbaden-Bezug: Natalie und ihre Familie leben in Wiesbaden. Dementsprechend wurden einige Filmszenen in der Stadt gedreht, wie sich Merkurist-Leser Andreas erinnert:

Ein Fall für Zwei

Über 30 Jahre lang ermittelte der Frankfurter Privatdetektiv Hermann Josef Matula, gespielt von Claus Theo Gärtner, in der Krimiserie „Ein Fall für zwei“ in Frankfurt und Umgebung. Meist wurde er dafür von einem befreundeten Rechtsanwalt engagiert, der zuerst von Günter Strack gespielt wurde und später von anderen Schauspielern. Viele „Ein Fall für zwei“-Szenen wurden in Wiesbaden gedreht – so auch für die letzte und 300. Folge mit Claus Theo Gärtner als Matula. Die Wiesbadener konnten die Dreharbeiten 2012 unter anderem in der Gerichtsstraße und auf dem Südfriedhof beobachten. Ausgestrahlt wurde die letzte Folge am 29. März 2013 im ZDF. Seit 2014 gibt es eine Neuauflage von „Ein Fall für zwei“ mit Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot, Jr. als Rechtsanwalt Benjamin Hornberg.

Guten Tag, Ramon

Ein weiterer Film könnte vor allem den Geschmack der Biebricher treffen:


In „Guten Tag, Ramon“ reist der Mexikaner Ramon nach Wiesbaden, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Dort angekommen trifft er nach einigen Schwierigkeiten die Rentnerin Ruth, die ihn bei sich im Haus aufnimmt. Ramon schafft es, vor allem die älteren Bewohner des Hauses zusammen und wieder Leben in die Wohngemeinschaft zu bringen. Am Ende muss er sich zwar der deutschen Bürokratie beugen und wieder nach Mexiko zurückkehren, nimmt aber viele Erinnerungen aus Wiesbaden mit. Im Film sieht man viel von Biebrich – zum Beispiel das Rheinufer, die Rathausstraße, die Galatea-Anlage und das Reisecenter Michel. Auch vor und im „Etwas anderen Wohnzimmer“ wurden mehrere Szenen gedreht. Eine Besonderheit: Ramon sieht im Film zum ersten Mal in seinem Leben Schnee und so sehen auch die Zuschauer ein verschneites Biebrich.

Kommissarin Heller

In der ZDF-Kriminalfilmreihe „Kommissarin Heller“ ermittelte die Schauspielerin Lisa Wagner sieben Jahre lang als Kriminalkommissarin Winnie Heller in Wiesbaden und Umgebung. Mit 32 Jahren ließ sich die Kommissarin von Köln nach Wiesbaden versetzen, um sich um ihre jüngere Schwester Elli zu kümmern, die nach einem Autounfall im Koma lag. Die Dreharbeiten für die Filmreihe fanden in Berlin und Wiesbaden statt. Und so sah man die Kommissarin auch oft in Wiesbaden. Unter anderem wurden Szenen in der Oberen Webergasse, am Dern’schen Gelände und am Biebricher Schloss gedreht. 2021 wurde dann die letzte Folge von „Kommissarin Heller“ ausgestrahlt.

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