Im Gebiet „Buchenwälder nördlich von Wiesbaden“, das von der Melibokus-Eiche bis zum Dambachtalweiher reicht, werden demnächst Bäume entfernt. Das gibt die Stadt Wiesbaden bekannt. Das Areal zählt zu den Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Schutzgebieten und ist damit nach Europäischem Recht besonders geschützt.
Bei den Baumfällungen handele es sich um eine Pflegemaßnahme für den Stadtwald, versichert Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Grüne). „Für den Erhalt der Fläche trägt die Stadt Wiesbaden die Verantwortung.“ „Mit der Maßnahme gehen wir gegen die einsetzende Verbuschung der Wiesen vor, so dass Spazierende, Wandernde, Radwandernde, Sporttreibende und Erholungssuchende sich auch in Zukunft an dem Anblick der vielen und zum Teil seltenen Pflanzen erfreuen können“, so Hinninger.
Die Bäume müssten entfernt werden, da sie die Wiese stark beschatten würden. Gleichzeitig werden teilweise Sträucher und Gehölze entfernt. Auch diese würden „den Wiesencharakter nachhaltig beeinträchtigen“. Ziel der Pflegemaßnahme sei der „Erhalt und die Herstellung artenreicher Wiesengesellschaften und Hochstaudenfluren“. Wie viele der Bäume und Sträucher konkret weichen müssen, gibt die Stadt jedoch nicht bekannt.
Die Waldränder sollen bereits ab Mitte November gelichtet und so das „Wiesental wiederhergestellt“ werden. Voraussichtlich sollen die Arbeiten bis März 2024 dauern. Dabei könnten Teile des Gebiets kurzfristig nur eingeschränkt begehbar sein. Die Freistellungsmaßnahme ist laut Stadt im Bewirtschaftungsplan für das FFH-Gebiet geplant und mit dem Regierungspräsidium Darmstadt abgestimmt.