Hier dürft ihr an Silvester böllern

Nach zwei Jahren Corona-Pause darf zum Jahreswechsel 2023 nun wieder uneingeschränkt geböllert werden. Damit die Silvesternacht nicht im Krankenhaus endet, sollte man jedoch einige Dinge beachten.

Hier dürft ihr an Silvester böllern

Des einen Freud, des anderen Leid: Während sich nicht wenige Tierbesitzer, Rettungskräfte und Umweltschützer erleichtert über die Böller-Einschränkungen in den vergangenen Jahren zeigten, fiel für viele andere ein wichtiger Bestandteil des Jahreswechsels weg. Dass Verkauf und Nutzung von Silvesterknallern in diesem Jahr wieder uneingeschränkt erlaubt sind, dürfte die Böller-Fans freuen. Damit das auch ohne Verletzungen abläuft, geben Polizei, Feuerwehr und die Stadt einige Sicherheitstipps, die wir hier für euch zusammengefasst haben.

Das richtige Feuerwerk kaufen

Beim Kauf von Böllern und Feuerwerkskörpern sollte man immer auf das CE-Kennzeichen achten. Der Besitz und das Zünden von in Deutschland nicht zugelassenen Böllern ist verboten und kann nicht nur zu Verletzungen, sondern auch schwerwiegenden Strafen führen. Deshalb raten die Behörden dazu, Feuerwerk in regulären Geschäften oder bei zertifizierten Online-Händlern zu kaufen und im Zweifel die Registriernummer (z.B. 0589-F2-4567) zu überprüfen. Für Privatpersonen sind in Deutschland Feuerwerkskörper der Gruppen F1 und F2 zulässig. Wichtig ist auch, dass die Sicherheitshinweise in deutscher Sprache verfasst sind.

Ebenfalls verboten ist das Basteln oder die Weitergabe von eigenem Feuerwerk. Laut Polizei entstehen die schwersten Verletzungen häufig im Umgang mit selbst hergestellten Sprengkörpern. Das kann im schlimmsten Fall auch tödlich enden.

Wo und wann man böllern darf

Privates Böllern ohne Genehmigung ist nur vom 31. Dezember bis zum 1. Januar erlaubt. Das Zünden von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist grundsätzlich verboten. Speziell in Wiesbaden heißt das also, dass beispielsweise auch rund um die Markt- oder Mauritiuskirche nicht geböllert werden darf. Auch Orte mit älteren Gebäuden wie zum Beispiel in der Mauergasse sind tabu.

Raketen und Böller der Kategorie F2 dürfen generell nur im Freien gezündet werden. Haltet zudem immer ausreichenden Abstand zu anderen Personen, Fahrzeugen und Gebäuden. Um Bränden vorzubeugen, sollten brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen geräumt, Fenster geschlossen und Mülltonnen abgedeckt und nicht zu nah am Haus platziert werden.

Tipps für sicheres Böllern

Auch, wenn der Sekt um Mitternacht für die meisten nicht wegzudenken ist: Die Behörden raten dazu, am besten nicht unter Alkoholeinfluss zu böllern. Die Altersgrenze für F2-Feuerwerk liegt immer bei 18, für F1-Feuerwerk in der Regel bei 12 Jahren. Es wird geraten, sich an die Gebrauchsanweisung und Sicherheitshinweise zu halten und Böller niemals in der Hand knallen zu lassen, sondern nach dem Entzünden der Brennschnur immer genügend Abstand zu halten.

Als Starthalterung für Raketen sollten keine einzeln stehenden Flaschen verwendet, sondern diese am besten in einen Getränkekasten gestellt werden. Raketen und Böller dürfen nicht auf Menschen, Tiere oder Gebäude ausgerichtet werden, in der Flugbahn sollten sich keine Hindernisse befinden. Am besten ist es, die Böller sicher auf dem Boden zu platzieren, statt sie unkontrolliert von sich weg zu werfen.

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