Die Feuerwehr Wiesbaden hatte am Mittwochabend und in der darauffolgenden Nacht alle Hände voll zu tun. Zwei fast zeitgleiche Brände in der Innenstadt und in Bierstadt forderten zahlreiche Einsatzkräfte. Das teilt die Stadt Wiesbaden mit.
Gegen 19:15 Uhr alarmierte zunächst die automatische Brandmeldeanlage eines Gebäudes am Schillerplatz die Feuerwehr. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte zunächst weder Feuer noch Rauch erkennen, nahmen aber Brandgeruch wahr. Nachdem eine Verrauchung im Inneren festgestellt wurde, gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude. In einem oberen Geschoss entdeckten sie schließlich einen Brand in einem großen Aktenarchiv.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der großen Menge an Akten schwierig. Gegen 20:35 Uhr war das Feuer gelöscht, die Nachlöscharbeiten und die Belüftung des Gebäudes zogen sich aber bis in die späten Abendstunden. Der Sachschaden wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.
Noch während des Einsatzes am Schillerplatz wurden die Kräfte gegen 20:42 Uhr zu einem zweiten Brand in der Käthe-Kollwitz-Straße in Bierstadt gerufen. Dort war in einer Erdgeschosswohnung ein Feuer in der Küche ausgebrochen. Die Bewohner wurden aus dem Gebäude gebracht und die Feuerwehr begann mit der Brandbekämpfung. Bereits gegen 21:05 Uhr war das Feuer gelöscht. Die betroffene Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Die fünf Bewohner kamen bei Freunden und Familie unter. Bei den beiden Bränden wurde niemand verletzt.
Auch Rettungsdienst und Wehren stark gefordert
Um den Schutz im restlichen Stadtgebiet sicherzustellen, besetzten die Freiwilligen Feuerwehren aus Nordenstadt, Delkenheim und Dotzheim die Wachen der Berufsfeuerwehr. Außer den beiden Bränden rückte die Feuerwehr am Abend außerdem zu vier Tierrettungen und einem Wasserschaden in Mainz-Kastel aus.
Auch der Rettungsdienst hatte eine arbeitsreiche Nacht. Zwischen Mittwochabend 19 Uhr und Donnerstagmorgen 7 Uhr zählte die Leitstelle 37 Rettungsdiensteinsätze. Die Helfer mussten besonders häufig wegen Stürzen ausrücken, aber auch Brustschmerzen, Herzbeschwerden und Krampfanfälle waren Gründe für Alarmierungen.