Brandgeruch und ein leichter Rauchschleier liegen aktuell über dem Stadtgebiet von Wiesbaden. Die Ursache sind entfernte Wald- und Vegetationsbrände. Das berichtet die Feuerwehr Wiesbaden.
In der Leitstelle der Feuerwehr sind deswegen bereits mehrere Meldungen aus verschiedenen Teilen der Stadt eingegangen. Der Rauch und der Geruch stammen von sogenannten Rauchniederschlägen der entfernten Brände.
Daher bittet die Feuerwehr, den Notruf 112 nur dann zu wählen, wenn es konkrete Anzeichen für einen Brand gibt. Dazu gehören zum Beispiel eine deutlich sichtbare Rauchsäule oder Feuerschein.
Auch die Mainzer Feuerwehr hat eine Warnung herausgegeben.
Und auch in weiten Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises hat am Montag massiver Brandgeruch zu zahlreichen Notrufen geführt. Ursache dafür ist der Rauch von größeren Bränden in Belgien, der bis in die Region zieht.
Obwohl die Bevölkerung über Warn-Apps und soziale Medien über die Lage informiert worden war, gingen bei der Zentralen Leitstelle des Kreises am Montagnachmittag ab 15:45 Uhr innerhalb von weniger als einer Stunde mehr als 50 Notrufe ein. Um die hohe Zahl an Anrufen bewältigen zu können und für echte Notfälle erreichbar zu bleiben, musste die Leitstelle ihre Kapazitäten deutlich erhöhen.
Feuerwehr passt Vorgehen bei Alarmierung an
In Abstimmung mit den Leitern der Feuerwehren wurde das Vorgehen für die aktuelle Situation angepasst. Solange nur Brandgeruch ohne weitere konkrete Hinweise wie sichtbaren Rauch oder Flammen gemeldet wird, wird die Feuerwehr vorerst nicht mehr alarmiert. Seit Sonntag rückten die Feuerwehren bereits zu acht Einsätzen aus, bei denen es sich in allen Fällen um Fehlalarme handelte, die auf den Rauch aus der Ferne zurückzuführen waren.
Der Rheingau-Taunus-Kreis bittet die Bürger daher, die veröffentlichten Warnmeldungen zu beachten. Ein reiner, großflächig wahrnehmbarer Brandgeruch sei derzeit kein Grund für einen Notruf. Wer jedoch eine konkrete Rauchentwicklung, Flammen oder andere eindeutige Anzeichen eines Brandes bemerkt, soll selbstverständlich weiterhin sofort den Notruf 112 wählen. Bei stärkerer Rauchbelastung wird zudem empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- oder Klimaanlagen abzuschalten.