Die Rettungskräfte in Wiesbaden sind derzeit stark gefordert. Innerhalb von 24 Stunden bewältigten sie mehr als 380 Einsätze. Ein besonders dramatischer Fall war ein Wohnungsbrand am Freitagabend, bei dem ein Mann gerettet werden musste. Das meldet die Feuerwehr der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Die Rettungsleitstelle verzeichnete in den vergangenen 24 Stunden rund 850 Anrufe, aus denen die Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert wurden. Die Einsatzkräfte waren laut der Mitteilung nahezu durchgehend gefordert.
Wie anspruchsvoll die Arbeit ist, zeigte ein Wohnungsbrand am Freitagabend. Ein Bewohner konnte seine Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbstständig verlassen. Während die Feuerwehr bereits auf dem Weg war, hielt ein Mitarbeiter der Leitstelle telefonischen Kontakt zu dem Mann. Er gab ihm gezielte Verhaltensanweisungen und betreute ihn bis zum Eintreffen der Retter.
Drei Feuerwehrleute bei Katzenrettung verletzt
Ein Trupp unter Atemschutz rettete den Mann schließlich aus der verrauchten Wohnung und übergab ihn an den Rettungsdienst. Anschließend wurde er zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Wiesbadener Klinik gebracht. In der Brandwohnung entstand erheblicher Sachschaden.
Der Einsatz dauerte aufgrund der Brandausbreitung und aufwendiger Nachlöscharbeiten mehrere Stunden. Bei dem Versuch, eine Katze aus dem Gebäude zu retten, erlitten drei Einsatzkräfte der Feuerwehr leichte Verletzungen, darunter Schnittwunden. Nach einer medizinischen Untersuchung konnten sie ihren Dienst aber wieder aufnehmen.