Ein Feuer in einem Industriebetrieb im Wiesbadener Stadtteil Schierstein hat am Samstagnachmittag einen stundenlangen und aufwendigen Einsatz der Feuerwehr gefordert. Das berichtet die Feuerwehr Wiesbaden.
Gegen 15:40 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage des Betriebs aus und alarmierte die Einsatzkräfte. Laut Feuerwehr hat das frühe Auslösen des Alarms maßgeblich dazu beigetragen, einen größeren Schaden zu verhindern. Vor Ort stellten die Feuerwehrleute fest, dass mehrere Melder im Technikbereich des Kellers ausgelöst hatten. Bei der Erkundung des Kellers bestätigte sich eine massive Rauchentwicklung.
Anspruchsvolle Löscharbeiten im Keller
In einem Technikraum war Öl aus einer Anlage ausgetreten und in Brand geraten. Der Rauch hatte sich bereits im gesamten Kellerbereich ausgebreitet. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der hohen Temperaturen, des dichten Rauchs und der Weitläufigkeit des Kellers als äußerst anspruchsvoll. Der Brand konnte nur mit speziellen Löschmitteln bekämpft werden.
Insgesamt waren 21 Trupps unter Atemschutz im Einsatz, um das Feuer zu löschen, Nachlöscharbeiten durchzuführen und den Keller zu entrauchen. Gerade die Entrauchung war eine besondere Herausforderung, bei der die Werkfeuerwehr InfraServ Wiesbaden mit einem Großlüfter unterstützte. Durch die gute Zusammenarbeit aller Kräfte konnte das Feuer auf den Technikraum begrenzt und eine Ausbreitung auf andere Gebäudeteile verhindert werden.
Die Berufsfeuerwehr wurde von zehn Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren und der Logistikgruppe unterstützt. Während des Einsatzes übernahm die Freiwillige Feuerwehr Wiesbaden-Naurod den Dienst auf der Feuerwache 1, um den Schutz im übrigen Stadtgebiet sicherzustellen. Die letzten Kräfte konnten den Einsatzort gegen Mitternacht verlassen. Danach folgten noch umfangreiche Aufräum- und Reinigungsarbeiten.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.