Dauer-Alarm in Wiesbaden: Feuerwehr und Rettungskräfte am Limit

Ein extrem einsatzreicher Tag forderte Feuerwehr und Rettungsdienst in Wiesbaden. Die Retter rückten zu fast 300 Einsätzen aus, von Bränden über CO-Alarm bis hin zu kuriosen Fehlalarmen.

Dauer-Alarm in Wiesbaden: Feuerwehr und Rettungskräfte am Limit

Feuerwehr und Rettungsdienst in Wiesbaden hatten am Freitag (29. Mai) einen außergewöhnlich einsatzreichen Tag. Insgesamt mussten die Kräfte zu 296 Einsätzen ausrücken, wobei die Fahrzeuge nahezu ununterbrochen unterwegs waren. Das berichtet die Feuerwehr Wiesbaden.

Über Stunden standen die Einsatzkräfte unter Dauerbelastung. Laut Feuerwehr sorgten vor allem die sommerlichen Temperaturen und die Vielzahl an Notlagen für den Hochbetrieb. In der Zentralen Leitstelle gingen die Notrufe zeitweise im Minutentakt ein. Die Feuerwehr rückte zu 12 Bränden und 24 Hilfeleistungseinsätzen aus, während der Rettungsdienst 259 Einsätze bewältigte.

Vom Rauchmelder zum Kohlenmonoxid-Alarm

Einer der Alarme entpuppte sich als besonders gefährlich: Was als ausgelöster Heimrauchmelder gemeldet wurde, war in Wahrheit ein Kohlenmonoxid-Alarm. Die Ursache war eine defekte Gastherme. Nach Messungen der Feuerwehr nahm der Energieversorger ESWE die Anlage außer Betrieb.

Ein weiterer Brand in der Luisenstraße führte zu erheblichen Schäden. Ein Schmorbrand in einem Elektroherd verrauchte eine Wohnung so stark, dass sie vorübergehend unbewohnbar wurde. Der Bewohner kam bei Verwandten unter.

Hilfe bei Reanimationen und kuriose Geräusche

Die Einsatzkräfte unterstützten den Rettungsdienst auch bei mehreren Reanimationen. Weitere Brandeinsätze wurden durch angebranntes Essen im ehemaligen Hotel „Vier Jahreszeiten“ oder mutwillig ausgelöste Brandmelder verursacht.

Den Abschluss des Tages bildete ein kurioser Einsatz an der Hebbelschule. Dort wurden ungewöhnliche Elektrogeräusche gemeldet. Nach einer umfassenden Kontrolle gab es Entwarnung: Regentropfen, die auf ein Aluminiumblech prasselten, hatten die Geräusche verursacht. Ein Unwetter in der Nacht führte glücklicherweise nur zu wenigen Einsätzen. Trotz der enormen Belastung, die die Einsatzkräfte an ihre Grenzen brachte, konnten alle Notrufe professionell abgearbeitet werden.