Die Feuerwehr Wiesbaden war in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einer Vielzahl von Einsätzen gefordert. Außer zwei schweren Verkehrsunfällen beschäftigten mehrere Brände die Einsatzkräfte. Das meldet die Feuerwehr Wiesbaden.
Schwere Verkehrsunfälle
Der erste schwere Unfall passierte kurz nach 20 Uhr im Kreuzungsbereich des Kurt-Schumacher-Rings und der Klarenthaler Straße. Mehrere Autos waren beteiligt, eines davon überschlug sich. Die Feuerwehr musste eine Person mit hydraulischem Rettungsgerät aus einem der Fahrzeuge befreien. Insgesamt wurden drei Verletzte nach der Erstversorgung in Wiesbadener Krankenhäuser gebracht.
Gegen 0:10 Uhr kam es zu einem weiteren schweren Unfall auf der August-Ruf-Straße (L 3028) zwischen Auringen und Medenbach. Dort war ein Auto mit einem Garagenanbau kollidiert, wobei der Fahrer schwere Verletzungen erlitt. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in eine Klinik transportiert.
Durch den Aufprall war die Stabilität des Gebäudeteils so stark beeinträchtigt, dass Einsturzgefahr bestand. Ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) wurde zur Beurteilung hinzugezogen. Daraufhin alarmierten die Einsatzkräfte weitere Kräfte des THW, unter anderem einen Bagger.
Serie von Bränden
Ab etwa 2:30 Uhr folgte eine Serie von Bränden im gesamten Stadtgebiet. Bis zum frühen Morgen rückte die Feuerwehr zu zahlreichen brennenden Mülltonnen und Abfallbehältern aus, unter anderem in der Arndtstraße, am Wallufer Platz und in der Rückertstraße. Da die Behälter teils direkt an Gebäuden standen, bestand die Gefahr, dass die Flammen auf Fassaden oder Fahrzeuge übergreifen.
Nahezu zeitgleich meldeten Anrufer gegen 2:45 Uhr einen Brand in einer Parkgarage in der Hans-Böckler-Straße in Dotzheim. Als die Feuerwehr eintraf, drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. In der Garage brannte ein Auto, das Feuer hatte bereits auf mehrere Motorroller übergegriffen. Nachdem der Brand gelöscht war, musste die Garage aufwendig belüftet werden. Verletzt wurde hier niemand.
Freiwillige Feuerwehren sichern Grundschutz
Aufgrund der hohen Einsatzdichte wurden die Feuerwachen der Berufsfeuerwehr zeitweise durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren nachbesetzt, um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen.
So hielten sich die Freiwilligen Feuerwehren Kastel und Kostheim auf der Feuerwache 2 bereit, während die Freiwillige Feuerwehr Rambach die Feuerwache 1 besetzte. Zusätzlich wurden weitere Führungskräfte der Berufsfeuerwehr in den Dienst gerufen.