Im Bett geraucht: Pfleger retten Wiesbadener Heimbewohner das Leben

Bett angezündet

Im Bett geraucht: Pfleger retten Wiesbadener Heimbewohner das Leben

Dank der schnellen Reaktion des Pflegepersonals und ist ein Bewohner eines Wiesbadener Pflegeheims am Montagabend nur knapp einer Tragödie entgangen. Das meldet die Feuerwehr.

Der betroffene Bewohner ist nicht mobil und auf ein Sauerstoffgerät angewiesen. Dennoch hatte er im Bett geraucht. Weil der Sauerstoff brandfördernde Wirkung hat, entzündeten sich Teile des Sauerstoffgerätes, der Bettwäsche und der Kleidung des Mannes. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Ein Rauchmelder im Zimmer löste sofort Alarm auf der Station aus.

Das Pflegepersonal eilte daraufhin herbei, löschte den Brand mit Decken und Flüssigkeitsbehältern und transportierte den Bewohner auf der Matratze liegend aus dem Zimmer. Gleichzeitig informierten die Pflegekräfte über den Notruf die Leitstelle der Feuerwehr.

Die Feuerwehr befand sich wegen des Rauchmelders bereits auf dem Weg zu dem Pflegeheim. Wegen des Anrufs schickte sie noch einen weiteren Rettungswagen und einen Notarzt los. Die Feuerwehrleute trafen zuerst ein. Sie übernahmen die Erstversorgung des Bewohners und kontrollierten die Brandstelle. Der Rettungsdienst übernahm dann die medizinische Versorgung des Bewohners und einer Pflegekraft, die Rauch eingeatmet hatte.

Der Bewohner erlitt glücklicherweise nur leichte Verletzungen und musste nicht ins Krankenhaus. Auch die Pflegekraft konnte vor Ort bleiben. Laut Feuerwehr wären ohne die schnelle Reaktion des Pflegepersonals schwere bis tödliche Verletzungen nicht auszuschließen gewesen.

Die Feuerwehr weist darauf hin, dass beim Umgang mit Sauerstoff alle Zündquellen zu vermeiden sind. Sauerstoff wirkt brandfördernd, so dass sich sauerstoffangereicherte Materialien schon durch eine Zigarette schlagartig entzünden können.