Mehr als 130 Einsätze wegen Unwetter

Feuerwehr auch am Freitag noch gut beschäftigt

Mehr als 130 Einsätze wegen Unwetter

In der Nacht zum Freitag ist eine Unwetterfront mit Starkregen über Wiesbaden gezogen. Die Feuerwehr musste zu mehr als 130 Einsätzen ausrücken, die zum Teil noch bis in den Freitagvormittag andauern.

Wie die Feuerwehr mitteilt, flossen große Wassermassen auf den Straßen. Die Kanalisation war zeitweise nicht mehr in der Lage, diese aufzunehmen. Daher mussten an einigen Stellen Gullydeckel ausgehoben und gesichert werden.

In der Senke der Bahnunterführung in der Saarstraße und am Amöneburger Kreisel hatten sich jeweils ein Auto festgefahren, nachdem die Bereiche plötzlich von den Wassermassen geflutet wurden. Die Personen konnten sich aber noch selbst aus ihren Fahrzeugen befreien.

Die Einsatzkräfte rückten außerdem zu einem angeblichen Brand im Igstadter Wasserturm aus. Diese Meldung erwies sich dann aber als falsch. Aufgrund von mehreren Blitzeinschlägen kam es außerdem zu weiteren Fehlauslösungen diverser automatischer Brandmeldeanlagen. Auf einer Baustelle wurde zudem ein Baugerüst abgetragen, da dies gegen eine Laterne gefallen war und in die Straße ragte.

Die Einsätze der Feuerwehr waren über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Ein Schwerpunkt bildete sich in tiefer gelegenen Ortsteilen, vor allem an der Rheinfront in Biebrich. Dort wurde eine örtliche Einsatzleitung aufgebaut, von wo aus die Einsätze in diesem Bereich koordiniert und gesteuert werden konnten.

Die Feuerwehr musste oft auch ausrücken, um die Straßen freizuräumen. Viele Äste lagen auf Straßen und Wegen überall in der Stadt. Auch waren einige Keller vollgelaufen und mussten vom Wasser befreit werden. Einige Schäden wurden erst am Freitagmorgen bemerkt, daher fahren die Einsatzkräfte auch noch bis in den Vormittag zu vielen Einsätzen und Aufräumarbeiten.

Die Feuerwehr warnt

Aus den letzten Starkregenereignissen weiß die Feuerwehr, wo und wie es in Wiesbaden noch immer gefährlich sein kann. Sie warnt unter anderem vor dem Durchfahren und -laufen von Wasserflächen in Straßensenkungen und Unterführungen, da man nicht erkennen könne, ob sich dort von den Wassermassen hochgedrückte Kanal- oder Gullydeckel befinden. Dort bestehe Gefahr, in diese Schächte hineinzufallen.

Da auch für die nächsten Tage Unwetter zu erwarten sind, sollte man - wenn möglich - im Haus oder zumindest im Auto bleiben. Zieht ein schweres Gewitter auf, so soll man sich laut Feuerwehr am Besten in eine Senke hocken und einzeln stehende Bäume, Masten, Metallzäune und andere Metallkonstruktionen meiden.

Gemieden werden sollen außerdem Wälder und Alleen - und zwar nicht nur während, sondern auch nach Unwettern, da instabile Bäume und herabfallende Äste eine Gefahr darstellen könnten. Generell gilt: Alle losen Gegenstände, egal ob Pflanzen auf dem Balkon oder lose Ziegel auf dem Dach, sollten gesichert werden. Darüber hinaus warnt die Feuerwehr vor dem Betreten von vermeintlich ausgetrockneten Bach- und Flussläufen - bei Starkregen herrsche dort Lebensgefahr.

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