Keine „Stille Nacht“ bei der ESWE Verkehr

Damit die Wiesbadener an den Feiertagen das Auto stehen lassen können, sind in der Stadt noch Busse unterwegs. Koordiniert werden die Fahrten in der Verkehrsleitzentrale. Wie sich Weihnachten dort anfühlt, erzählt Verkehrsmeister Peter Wallentowitz.

Keine „Stille Nacht“ bei der ESWE Verkehr

Über mehrere Monitore behält Peter Wallentowitz den Überblick über den Verkehr auf den Wiesbadener Straßen — und das auch während der Feiertage. In der Verkehrsleitzentrale der ESWE Verkehr gehört er zu einem der vielen Teams, die auch an Weihnachten dafür sorgen, dass die Wiesbadener durch die Stadt kommen. Dabei wurden für die Feiertage im Vorfeld einige Linien umgeplant.

Voller Vormittag, ruhiger Abend

„Weil Heiligabend in diesem Jahr auf einen Wochentag fällt, rechnen wir mit vielen Fahrgästen am Vormittag“, sagt Wallentowitz. Wenn die Wiesbadener in der Innenstadt ihre letzten Einkäufe und Besorgungen machen, setze die ESWE Verkehr bei Bedarf zusätzliche Busse ein. „Am Nachmittag wird es wohl wieder etwas ruhiger“, weiß Wallentowitz aus Erfahrung.

Für ihn ist es nämlich nicht das erste Mal, dass er an den Feiertagen in der Verkehrsleitzentrale sitzt. „Bei unserem Arbeitsrhythmus trifft es einen eben immer mal wieder. Mich in diesem Jahr an Heiligabend, am ersten Feiertag und an Silvester.“ Die acht Stunden langen Schichten verbringt er mit Kollegen im Dreierteam, und steht mit Busfahrern, der Pannenhilfe und anderen Geschäftsbereichen des Verkehrsbetriebs in ständigem Kontakt.

Vielfältige Aufgaben

„Wir müssen den Fahrgästen gewährleisten, dass sie bei einem Umstieg den Anschlussbus nicht verpassen.“ - Peter Wallentowitz, Verkehrsmeister

„Wir behalten den Überblick über Verspätungen“, nennt der Verkehrsmeister eine seiner Aufgaben. „Weil an Weihnachten ein Sonderfahrplan gilt, ist das besonders wichtig, denn wir müssen den Fahrgästen gewährleisten, dass sie bei einem Umstieg den Anschlussbus nicht verpassen“, weiß er um die Verantwortung, die sein Job mit sich bringt. Aber auch wenn ein Falschparker einem Bus den Weg versperrt, es an großen Haltestellen zu außergewöhnlichen Situationen kommt oder das Wetter plötzlich umschlägt, ist Wallentowitz der direkte Ansprechpartner für die Fahrer auf ihren Linien.

„Mit einem Wetterumschwung zu Schnee oder Glatteis rechnen wir in diesem Jahr nicht. Doch während es an den Weihnachtstagen auf den meisten Straßen sehr ruhig zugeht, haben wir in der Silvesternacht vor allem zu später Stunde viele Fahrgäste“, fasst er seine Erfahrungen zusammen. Nach dem frühen Ansturm an Heiligabend rechne er ab dem Mittag auch mit einigen ruhigen Minuten in der Zentrale. „Am Nachmittag haben wir dann oft noch viele Fahrgäste auf den Linien, die zu Friedhöfen führen. Die Abende sind meistens ruhig.“ Dann sei auch die Atmosphäre unter den Kollegen entspannter als an vielen anderen Tagen im Jahr „und dann gibt es bei uns auch mal ein Lebkuchenherz.“

Weihnachtsfahrpläne auf einen Blick

Die Busse der ESWE Verkehr fahren an Heiligabend bis 17 Uhr nach dem Samstagsfahrplan. Danach fahren Nightliner-Linien ab der Innenstadt bis 20 Uhr im 60-Minuten-Takt und danach bis 3:30 Uhr im 90-Minuten-Takt. Die Linie 6 fährt nach einem Sonderfahrplan. Am 25. und 26. Dezember fahren die Busse nach dem Sonn- und Feiertagsfahrplan. In der Nacht zum 26. Dezember fahren die Nightliner-Busse dreimal, in der darauffolgenden Nacht gibt es eine Fahrt pro Linie. Alle Fahrpläne hängen auch an den Haltestellen aus und online bei der ESWE Verkehr abrufbar. (ms)

Logo