Impf-Priorisierung aufgehoben: Wie komme ich jetzt an einen Termin?

Am kommenden Montag (7. Juni) wird die Impf-Priorisierung aufgehoben. Das heißt: Jeder kann sich für einen Impftermin registrieren. Was ihr dabei beachten müsst, lest ihr hier.

Impf-Priorisierung aufgehoben: Wie komme ich jetzt an einen Termin?

Monatelang waren es nur bestimmte Personengruppen, die sich für einen Impftermin registrieren konnten. Vor allem für Jüngere und Menschen ohne Vorerkrankungen hieß es deshalb warten - bis jetzt. Denn ab Montag (7. Juni) wird die Impf-Priorisierung bundesweit aufgehoben. Dann dürfen sich auch alle Hessen für einen Impf-Termin registrieren. Wie kommt man ab Montag an einen Termin und werden bestimmte Personengruppen trotzdem noch bei der Terminvergabe bevorzugt? In unserer Übersicht findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie bekomme ich einen Termin?

In Hessen kann man sich auf verschiedenen Wegen für einen Impftermin registrieren:

  • Über die Website des Landes kann man sich ganz einfach und ohne Wartezeiten online registrieren.

  • Auch über die Hotlines 0611 505 92 888 und 116 117 kann man sich für einen Termin anmelden. Das Telefon ist täglich und auch an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr besetzt.

  • Auch viele Hausärzte und niedergelassene Fachärzte bieten Impftermine an. Die Betriebsärzte werden ebenfalls mit in die Impfstrategie eingebunden.

Bekomme ich beim Hausarzt schneller einen Termin?

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) blickt mit Sorge auf die Aufhebung der Priorisierung: „Theoretisch kann jeder Impfwillige über 18 Jahren ab 7. Juni in den Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte geimpft werden. Doch dieses Angebot bleibt Theorie, so lange so wenig Impfstoff zur Verfügung steht wie bisher.“ Schon ohne Aufhebung der Priorisierung sei die Lage in den Praxen problematisch. Das liege nicht daran, dass die Praxen es organisatorisch nicht hinbekämen, sondern dass die Politik das Problem der Impfbestellungen und regelmäßiger, planbarer Lieferungen nicht gelöst bekomme. Ob man also bei seinem Hausarzt schneller einen Termin bekommt als beim Land, ist abhängig von den Liefermengen und der jeweiligen Auslastung.

Ist überhaupt genug Impfstoff für alle da?

Dass die Priorisierung aufgehoben wird, heißt nicht, dass schon im Laufe des Junis allen, die möchten, ein Impfangebot gemacht werden kann. „Aufgrund der aktuell erwarteten Liefermengen für Impfstoffe ist dies nicht möglich“, so der Bund dazu. „Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen.“ Auch das Land Hessen macht wenig Hoffnung auf einen schnellen Impftermin für alle, die sich ab Montag registrieren: „Zeitnahe Terminangebote werden jene Neuregistrierten aufgrund der nach wie vor nicht ausreichenden Impfstoffmengen in der Regel nicht erhalten können.“ Aktuell warten allein rund 476.000 beim Land Hessen registrierte Bürger noch auf ihre persönlichen Terminangebote. Dazu gehören auch rund 1000 Angehörige der Priorisierungsgruppe 1 sowie etwa 5000 der Priorisierungsgruppe 2, die sich erst in den letzten Tagen registriert hatten.

Ich gehöre zu einer Priogruppe und habe mich schon vor dem 7. Juni registriert. Muss ich jetzt länger warten?

Nein. Wer sich vor dem 7. Juni für einen Termin registriert hat, wird auch weiterhin priorisiert bei der Terminvergabe behandelt. Auch bereits vereinbarte Termine bleiben bestehen. Menschen aus den Priogruppen, die sich erst nach dem 7. Juni registrieren, werden demnach aber so lange warten müssen wie alle anderen.

Können sich ab Montag auch Kinder ab 12 für einen Impftermin registrieren?

Zwar ist der Impfstoff von Biontech mittlerweile auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben worden, registrieren können sie sich ab Montag aber noch nicht. Grund ist, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) noch keine Empfehlung zu den Impfungen von Jugendlichen abgegeben hat. Aktuell zeichnet sich ab, dass die Stiko die Impfung nur für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen empfehlen wird. „Da eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut noch aussteht, können sich für Impfungen in den Impfzentren zunächst nur Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr für Corona-Schutzimpfungen registrieren“, so das Land Hessen.

Logo