Corona-Tests: Das müsst Ihr jetzt wissen

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss sich auf das Coronavirus testen lassen. In anderen Fällen reicht zunächst ein Telefonat mit dem Gesundheitsamt oder dem Hausarzt aus. Wann genau Ihr was tun müsst, erfahrt Ihr in unserer Zusammenfassung.

Corona-Tests: Das müsst Ihr jetzt wissen

Für manche gilt eine Pflicht, für andere ist es lediglich ein kostenloses Angebot: Seit Anfang August gelten einige neue Regeln rund um Corona-Tests. Wer muss und wer kann sich also wann und wo testen lassen?

Bei Symptomen oder Kontakt zunächst den Hausarzt anrufen

Ein Test empfiehlt sich, wenn typische Symptome auftreten, oder man Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall bis maximal 14 Tage vor Krankheitsbeginn hatte. Wer Symptome hat, soll aber zunächst seinen Hausarzt kontaktieren und telefonisch einen Termin vereinbaren. Der Arzt kann dann im besten Fall selbst einen Test durchführen oder eine Überweisung erstellen. Wenn man Kontakt zu einem bestätigen Covid-19-Fall hatte, soll man das Gesundheitsamt informieren. Das Amt prüft dann, ob eine Quarantäne und ein Test nötig sind. Auch dafür gibt es spezielle Überweisungsscheine.

Erzieher und Lehrer dürfen sich kostenfrei testen lassen

Das Land bietet außerdem Erziehern ohne konkrete Symptome kostenfreie Corona-Tests an. Grundsätzlich dürfen sich Fachkräfte und sonstigen Kräfte, die unmittelbar im Kinderdienst eingesetzt werden und somit direkten Kontakt zu Kindern haben, sowie alle öffentlich geförderten Tagespflegepersonen testen lassen. Und das alle 14 Tage. Das Angebot des Landes gilt zunächst vom 17. August 2020 bis 8. Oktober 2020. Was Ihr beachten müsst, erfahrt Ihr hier. Auch Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und sozialpädagogische Kräfte sollen sich ab nächster Woche und bis zu den Herbstferien kostenfrei testen lassen dürfen.

Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten können sich testen lassen

Seit dem 1. August dürfen sich auch alle Reiserückkehrer aus Deutschland kostenlos auf das Virus testen lassen — egal aus welchem Land sie kommen. Dasselbe gilt für Personen, die sich in einem deutschen Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufhalten. Eine Pflicht gilt in diesen Fällen nicht. Auf Kosten der Krankenkassen kann man sich dabei nur innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr testen lassen, danach muss man die Kosten selbst tragen. Der Wohnsitz muss außerdem in Deutschland sein und der Rückkehrer muss einen Nachweis über seinen Auslandsaufenthalt dabei haben. Dabei reicht ein Flugticket, eine Hotelrechnung oder ähnliches aus. Außerdem sollte man seine Versichertenkarte mitbringen.

Für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt eine Pflicht

Für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten gilt ab Samstag, 8. August, eine Testpflicht. Die Kosten werden ebenfalls von der Krankenkasse übernommen, wenn der Test innerhalb von 72 Stunden gemacht wird. Nach ihrer Rückkehr müssen die Reisenden sofort das Gesundheitsamt kontaktieren und auf ihre Reise hinweisen. Bis sie einen negativen Befund haben, müssen sie sich auf jeden Fall in häusliche Quarantäne begeben. Erst wenn ein Arzt aufgrund eines negativen Befundes ein Zeugnis erstellt, kann die Quarantäne verkürzt werden. Ein Laborergebnis reicht zur Entlassung aus der Quarantäne übrigens nicht aus, es muss dem Gesundheitsamt ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden. Wer die Quarantäne nicht einhält, muss mit Konsequenzen rechnen. Das Gesundheitsamt kann Bußgelder verhängen und die Straftat sogar zur Anzeige bringen. Welche Gebiete zu den Corona-Risikogebieten gehören, erfahrt Ihr hier.

Verschiedene Testmöglichkeiten in Wiesbaden und Umgebung

Wer mit dem Flugzeug reist und sich testen lassen muss, kann das in einem der Abstrichzentren am Frankfurter Flughafen tun. Die Zentren befinden sich zwischen dem Terminal 1 und dem Fernbahnhof und sind montags bis sonntags von 6 bis 19 Uhr geöffnet. Die Fraport AG bittet aber darum, dass sich Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten bei ihrem Hausarzt testen lassen. Weitere Informationen dazu und ein Online-Anmeldeformular findet Ihr hier.

Zudem gibt es folgende Möglichkeiten, sich in Wiesbaden und im Umkreis testen zu lassen:

  • Hausärzte: Welcher Arzt Covid-19-Testungen für Reiserückkehrer anbietet, erfahrt Ihr hier.

  • Das Covid-Koordinierungscenter an der Asklepios-Paulinen-Klinik ist Montag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

  • Das Covid-Center-Limburg findet Ihr in der Straße Kreisabfalldeponie in 65614 Beselich-Obertiefenbach. Geöffnet ist es Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr.

  • In Frankfurt gibt es das Covid-KoC-Bürgerhospital in der Richard-Wagner-Straße 14/16. Es ist von Montag bis Freita von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

  • Ebenfalls in Frankfurt befindet sich das Center Uni FFM. Es ist von Montag bis Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet und sitzt in der Uniklinik.

  • Das Testcenter Taunusstein nimmt Termine unter www.asb-service.de oder telefonisch unter (06128) 968910 entgegen.

Mehr Informationen zu Quarantänebestimmungen, aktuellen Fallzahlen sowie weitere Hinweise rund um das Coronavirus findet Ihr hier. Die Servicehotline des Gesundheitsamtes erreicht Ihr Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr unter der Nummer (0611) 312828. Am Wochenende ist die Hotline von 9 bis 15 Uhr besetzt. Auch die Hessenhotline ist unter der Nummer 0800 5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar. (mm)

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