Wiesbaden erreicht nächste Corona-Warnstufe

Corona-Ampel steht auf „Gelb“

Wiesbaden erreicht nächste Corona-Warnstufe

Aufgrund steigender Infektionszahlen steht die Wiesbadener Corona-Ampel seit Freitag, den 21. August, auf „Gelb“. Insgesamt sind in Wiesbaden 734 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt sind derzeit 78 Personen erkrankt (Stand Freitagmittag). Vor allem Reiserückkehrer hatten in der vergangenen Woche für einen weiteren Anstieg der Fallzahlen gesorgt.

Dadurch springt jetzt auch Wiesbadens internes Warnsystem, die sogenannte Corona-Ampel auf die nächste, gelbe Warnstufe. „Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Wiesbaden tagt regelmäßig und hat, als der starke Anstieg der Infektionen absehbar wurde, bereits über Maßnahmen gesprochen“, so eine Sprecherin aus dem Gesundheitsamt. Doch was bedeutet der Schritt auf die zweite Warnstufe für die Wiesbadener?

„Maßnahmen, die auch die Bürger betreffen, sind in Vorbereitung.“ - Sprecherin Gesundheitsamt

„Es sind weitere Maßnahmen, die dann auch die Bürgerinnen und Bürger betreffen, in Vorbereitung“, so die Sprecherin. Genaueres lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Hierzu wird es zu gegebenem Zeitpunkt eine gesonderte Pressemeldung geben.“

Einige Maßnahmen wurden auch schon umgesetzt. So hat das Wiesbadener Gesundheitsamt nun sämtliche Dienstleistungen eingestellt, um sich wieder voll und ganz dem Quarantänemanagement und der Kontaktpersonennachverfolgung widmen zu können.

In der Statistik der Stadt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 20 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Steigt dieser Wert auf 35, würde die Ampel auf „Rot“ umspringen.

Auf der Berechnungsgrundlage des Landes Hessen liegt die Inzidenz noch höher, sie ist am Samstag auf 27,3 angestiegen. Das Land Hessen rechnet ausschließlich auf der Grundlage der eingehenden positiven Laborbefunde gemeldeten Fallzahlen. Erste Symptome treten häufig bereits einige Tage vor Testung auf, sodass die Berechnungsgrundlage der Neuinfektionen nicht auf den gleichen Zeitpunkt fällt, wie die Labormeldung. So kann es geschehen, dass eine Neuinfektion in der Wiesbadener Statistik des Gesundheitsamtes nicht mehr in den sieben Tagen auftaucht, beim Land Hessen aufgrund des gemeldeten Laborbefundes jedoch erscheint.

Auf Basis der hessischen Grundlage für die Inzidenzberechnung hatte Wiesbaden bereits in der vergangenen Woche mit mehr als 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen eine zweite Warnstufe erreicht (wir berichteten). (pk)i

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