Lkw-Unglück auf A3: Kiloweise Marihuana unter Mandarinenbergen

Bei einem Unfall auf der A3 hatte ein Lkw 26 Tonnen Mandarinen verloren. Darunter fand die Polizei kiloweise Cannabiskraut. Der Fahrer wurde verhaftet.

Lkw-Unglück auf A3: Kiloweise Marihuana unter Mandarinenbergen

26 Tonnen Mandarinen hatte ein Lkw verloren, als er am Donnerstagabend auf der A3 bei Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinabgestürzt war (wir berichteten).

Als die Mandarinen entladen wurden, entdeckten Mitarbeiter des Zolls aber noch etwas anderes. Wie das hessische Landeskriminalamt nun am Montag bekanntgab, handelte es hierbei um rund 51 Kilogramm Marihuana, das in Sporttaschen eingepackt war.

Ermittler des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamtes stellten die Drogen sicher. Denn auch nach Einführung des Konsum-Cannabisgesetzes im April 2024 sei der Umgang mit größeren Mengen Cannabis weiterhin verboten – ebenso wie die Einfuhr von Haschisch und Marihuana aus dem Ausland.

Gegen den 50-jährigen Lkw-Fahrer wird wegen des Verdachts auf illegale Einfuhr von Cannabis in nicht geringer Menge ermittelt. Nachdem er wegen seiner Verletzungen aus dem Krankenhaus entlassen wurde, nahm ihn die Polizei fest. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft.

Während der Bergung war die A3 von Frankfurt in Richtung Köln noch am frühen Freitagmittag vorübergehend gesperrt.