Laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist in Hessen ab sofort mit anhaltend starker Wärmebelastung zu rechnen, die bis in die nächste Woche andauern soll. Angesichts einer bevorstehenden Hitzewelle appelliert Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz an die Bevölkerung, besondere Vorsicht walten zu lassen. Das teilt das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege mit.
Eine Entspannung der Wetterlage wird erst zur Mitte der nächsten Woche erwartet. In den kommenden Tagen ist auch eine extreme Wärmebelastung möglich. „Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen sind bei großer Hitze gefährdet“, so die Ministerin.
Tipps für den Alltag
Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen zählt die Ministerin, kühle Räume aufzusuchen und körperliche Anstrengungen zu meiden. Fenster sollten bevorzugt nachts oder in den frühen Morgenstunden geöffnet werden. Um direkte Sonneneinstrahlung fernzuhalten, helfen Rollos und Außenmarkisen. Für zusätzliche Linderung können kühle Duschen, Bäder, feuchte Tücher oder Fußbäder sorgen.
Außerdem empfiehlt Stolz, auf leichte Kost zu setzen und ausreichend zu trinken, am besten Mineralwasser. Alkohol, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke seien weniger geeignet. Da der Körper beim Schwitzen auch Salz verliert, sollte dieser Verlust ausgeglichen werden.
Besonderer Schutz für Risikogruppen
Die Ministerin betont: „Besonders wichtig: Gerade ältere Menschen müssen ausreichend trinken.“ Da die meisten pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut werden, richtet sie sich auch an Pflegedienste und Angehörige. Nachbarn und Ärzte sind ebenfalls aufgerufen, besonders gefährdete Menschen mit Herzkreislauf- oder Atemwegserkrankungen im Blick zu behalten.
Eine besondere Warnung spricht Stolz für Autofahrer aus: „Lassen Sie bitte niemanden im Auto zurück. Fahrzeuge heizen sich extrem schnell auf – das kann lebensgefährlich werden“.
Hessisches Hitzewarnsystem informiert
Das Land Hessen hat bereits 2004 gemeinsam mit dem DWD ein Hitzewarnsystem eingeführt. Es informiert unter anderem Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen frühzeitig über bevorstehende Hitzewellen. Warnstufe 1 gilt ab einer gefühlten Temperatur von über 32 Grad, Warnstufe 2 bei über 38 Grad.
Aktuelle Warnmeldungen und Verhaltenstipps sind über die Warn-App „hessenWARN“, den Hitze-Newsletter des DWD sowie auf der Homepage des Ministeriums abrufbar. Dort stehen die Informationen in mehreren Sprachen und in Leichter Sprache zur Verfügung.