Im vergangenen Jahr hat ESWE Verkehr den ersten vollelektrisch angetriebenen Gelenkbus auf Wiesbadens Straßen geschickt. Wie das Verkehrsunternehmen zuletzt mitteilte, hat sich das Fahrzeug im Alltagseinsatz auch bewährt. Deshalb kündigte ESWE bereits Ende Februar an, die Flotte nun um sechs weitere E-Gelenkbusse aufzustocken.
Der Testlauf sei ein voller Erfolg gewesen, auch auf den anspruchsvollen Strecken in Wiesbaden. „Der elektrische Gelenkbus hat sich in der anspruchsvollen Wiesbadener Topografie sehr gut bewährt, und auch die Mitarbeitenden aus dem Fahrbetrieb zeigen sich hochzufrieden“, zog Geschäftsführerin Marion Hebding eine positive Bilanz. Die Ausschreibung für die neuen Fahrzeuge wurde bereits Ende Februar gestartet.
Flotte wächst weiter – auch kleine Busse dabei?
Wie EWSE Verkehr-Aufsichtsratschef Andreas Kowol betonte, wolle man den ÖPNV in Wiesbaden Schritt für Schritt in eine klimafreundliche Zukunft führen. Doch welche Neuerungen werden als nächstes kommen? Leser Jürgen bringt jedenfalls von einem Aufenthalt in Frankreich eine Anregung mit: „In Metz fahren auf zwei Strecken kleinere E-Busse (ca. 15 Fahrgäste) kostenlos.“ Er fragt sich, ob es in Wiesbaden vergleichbares geben könnte.
Auf Anfrage dazu nimmt ESWE Verkehr Stellung und verweist dabei auf ein Angebot, das es bereits in Wiesbaden gibt. „ESWE Verkehr betreibt bereits seit 2025 mit dem Wi Mobil ein On-Demand-Angebot auf Basis eines kleinen Busses“. Das „WiMobil“ verkehrt montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 16 Uhr. Eine Fahrt kostet 3,90 Euro für Erwachsene und 2,20 Euro für Kinder. Wer bereits ein gültiges RMV-Ticket oder ein Deutschland-Ticket besitzt, kann das Shuttle ohne Aufpreis nutzen. Fahrkarten können auch im Fahrzeug gekauft werden.
Die Buchung erfolgt über die App „On-Demand@RMV“ oder telefonisch unter der Nummer (069) 24248024 nach einer vorherigen Registrierung. Das barrierefreie Fahrzeug bietet 16 Sitzplätze und hat auch Platz für einen Rollator oder einen Kinderwagen.
Wie ESWE-Sprecher Michael Skwarciak sagt, wolle man dieses Angebot zukünftig ausbauen, insbesondere im Rahmen der für Sommer 2027 geplanten Liniennetzreform. Und mit Blick auf die von Leser Jürgen eingebrachte Anregung: „Der Einsatz von kleineren E-Bussen ist in Zukunft eine denkbare Option.“ Ob solche Busse dann kostenlos sein werden, ist mit großer Sicherheit unwahrscheinlich.