Busfahrermangel: Fallen jetzt noch mehr Fahrten in Wiesbaden aus?

Ein Merkurist-Leser befürchtet weitere Ausfälle und Einsparungen im ohnehin schon unterbesetzten Fahrpersonal der ESWE Verkehr. Merkurist hat für euch beim Unternehmen nachgefragt.

Busfahrermangel: Fallen jetzt noch mehr Fahrten in Wiesbaden aus?

Gerade erst im September hatte ESWE Verkehr seinen Fahrplan an den akuten Personalmangel angepasst, im Oktober wurde das Fahrtenpensum dann doch noch etwas ausgeweitet. Drohen jetzt schon wieder weitere Einsparungen? 150 Busfahrer fehlten gerade bei der ESWE Verkehr, weitere 35 sollen zusätzlich wegfallen, schrieb ein Merkurist-Leser in einem Snip. Was sagt das Verkehrsunternehmen dazu?

Im September nannte ESWE Verkehr den täglichen Mangel von etwa 50 Busfahrern als Grund für die Fahrplananpassung. An dieser Zahl habe sich bislang nichts geändert, so ein Unternehmenssprecher. Solange die angespannte Personalsituation andauere, werde es auch weiterhin einen reduzierten Fahrplan und „sehr volle“ Busse zu den Hauptverkehrszeiten geben.

Weitere schwerwiegende Fahrt- oder Personalausfälle seien jedoch nicht bekannt. „Aktuell gibt es praktisch keine von ESWE Verkehr verursachten Fahrtausfälle“, so die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft. „Nur wenn eine Fahrerin oder ein Fahrer sehr kurzfristig krankheitsbedingt ausfällt und ein Ersatz mit Reservepersonal auf die Schnelle nicht möglich ist, fällt eine Fahrt aus.“

Für aktuelle Fahrtausfälle seien in der Regel die hohe Verkehrsbelastung auf den Straßen, die vielen Baustellen in Wiesbaden oder Sonderereignisse wie Wasserrohrbrüche, Bombenentschärfungen oder feiernde Fußballfans verantwortlich. „Manchmal sind gefühlte Ausfälle auch gar keine Ausfälle, sondern einfach Fahrten mit sehr großen Verspätungen, weil unsere Busse im Stau stehen oder Umleitungen fahren müssen“, erklärt der Sprecher.

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