Gegen Dieselfahrverbote: Parken auf dem zweiten Ring verboten

Absolutes Halteverbot

Gegen Dieselfahrverbote: Parken auf dem zweiten Ring verboten

Um sich gegen ein drohendes Dieselfahrverbot zu stemmen, hat die Stadt Wiesbaden nun erste Maßnahmen ergriffen. Demnach wird ab Freitag, den 3. August, das Parken auf dem zweiten Ring nicht mehr möglich sein.

Wie Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) mitteilt, soll dadurch der Verkehrs flüssiger rollen, unnötiger Schadstoffausstoß vermieden werden. „Der hoch belastete erste Ring soll dadurch zudem entlastet werden“, so Kowol.

Wichtiger Faktor

Man arbeite, so Kowol, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln daran, ein Dieselfahrverbot zu verhindern. „Die besser Abwicklung des Verkehrs ist hierbei ein wichtiger Faktor.“ Bereits im März dieses Jahres hatte der Verkehrsausschuss der Stadtverordnetenversammlung den Magistrat gebeten, Maßnahmen zur Verflüssigung des Verkehrs auf dem zweiten Ring zu ergreifen. Neben dem Wegfallen der Parkplätze seien außerdem bereits weitere Maßnahmen geplant.

So soll die Verkehrsführung am Dürerplatz so angepasst werden, dass der Verkehr nicht mehr auf den ersten, sondern den zweiten Ring gelenkt wird. „Damit auf dem zweiten Ring nicht neue Schadstoffprobleme entstehen, ist dort eine flüssige Abwicklung des Verkehrs unbedingt sicherzustellen“, schließt Kowol den Kreis zu den wegfallenden Parkplätzen.

Speziell durch die zeitweise Nutzung von Fahrstreifen des zweiten Rings zum Parken komme es immer wieder zu Behinderungen des Fließverkehrs und damit zu höheren Schadstoff- und auch Lärmemissionen. „Zudem muss die Räumung des Fahrstreifens jeden Tag aufs Neue mit erheblichem Personaleinsatz durch die Verkehrspolizei begleitet werden - das Abschleppen von Fahrzeugen ist an der Tagesordnung“, so Kowol. Ab Freitag werde daher die abschnittsweise Freigabe von Fahrstreifen auf dem zweiten Ring zu bestimmten Tageszeiten beendet. Auf der gesamten Strecke werde dann wieder ein absolutes Halteverbot gelten.

Verkehrsachse

Dass sich vor allem auf dem ersten Ring etwas ändern muss, zeigen allein die Zahlen: Bis zu 66.000 Fahrzeuge passieren ihn täglich, die Schadstoffbelastung ist hoch. Aufgrund der nun eingetretenen Gewöhnung an die Regelung kündigt Kowol allerdings eine Umstellungsphase an: „Ich habe die kommunale Verkehrspolizei gebeten, die Umstellung engmaschig zu begleiten. Allerdings wird die Verkehrspolizei hierbei in den ersten beiden Wochen ausschließlich Verwarnungen ohne Verwarngeld aussprechen.“

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