Neuer Unverpackt-Laden kommt später

Eigentlich sollte spätestens am 26. Oktober ein neuer Unverpackt-Laden in Wiesbaden eröffnen. Doch die Suche nach einem passenden Ladenlokal gestaltet sich schwierig. Die Eröffnung wurde verschoben.

Neuer Unverpackt-Laden kommt später

„Wenn alles glattgeht, starten wir am 19., spätestens aber am 26. Oktober“, sagte Abdelmajid Hamdaoui im August gegenüber Merkurist. Der Betreiber des Mainzer Unverpackt-Supermarkts will auch in Wiesbaden einen verpackungsfreien Laden eröffnen. Doch die beiden Termine konnte er nicht einhalten, die Eröffnung verschiebt sich.

„Es ist sehr, sehr schwierig in Wiesbaden“, sagt er. Eigentlich war sich Hamdaoui sicher, bereits ein geeignetes Ladenlokal gefunden zu haben. In der Saalgasse sollte der Laden entstehen. Doch die Pläne musste er wieder verwerfen: „Es ist eine enge Straße, die einfach zu klein ist, wenn wir mit einem Lkw beliefert werden“, erklärt Hamdaoui. Auch seien die Papiermülltonnen, die zu dem Laden gehören, zu klein gewesen. Ein Großteil der Waren wird in Kartons angeliefert, es soll ja wenig Plastik- und anderer Müll anfallen.

Suche nach Ladenlokal

„Die Suche geht weiter.“ - Abdelmajid Hamdaoui

Auch, wenn Hamdaoui einen ersten Rückschlag hinnehmen musste: An seinem Plan, auch in Wiesbaden einen Unverpackt-Laden zu eröffnen, hält er weiterhin fest. „Die Suche geht weiter“, sagt er. Mittlerweile hätten sich vier Makler auf die Suche nach einer passenden Räumlichkeit gemacht. Derzeit laufen auch Gespräche um eine Immobilie in der Langgasse, Hamdaoui warte aber noch auf Rückmeldung.

„Das Konzept steht, die Finanzierung steht. Sobald wir einen Laden gefunden haben, kann es direkt losgehen“, sagt er. Da er noch kein konkretes Objekt in Aussicht hat, lässt sich derzeit aber nicht sagen, wann es losgehen, beziehungsweise wann der Laden eröffnen kann.

Einkaufen ohne Müll

Der Unverpackt-Laden wäre bereits der zweite dieser Art in Wiesbaden. 2016 eröffnete in der Dotzheimer Straße mit „Bio-unverpackt Meudt“ der erste in der Landeshauptstadt (wir berichteten). Die Konkurrenz scheint Hamdaoui nicht zu stören: Rund zwei Wochen lang hat der Inhaber von „Unverpackt Mainz“ die Postleitzahlen seiner Kunden gesammelt, um zu erfahren, woher sie kommen. Und hat dabei festgestellt: Ziemlich viele von ihnen fahren extra aus Wiesbaden nach Mainz. „Oft kommen die Kunden dann sogar nur für eine Sache“, sagt Hamdaoui, „und dann auch noch teilweise mit dem Auto.“

„Es wird sich zeigen, was die Leute gerne wollen und was nicht.“ - Abdelmajid Hamdaoui

Hamdaoui will neben Lebensmitteln auch Öle, Kosmetikprodukte und Reinigungsmittel ohne Verpackung und aus Spendern verkaufen. „Ansonsten wird sich in Wiesbaden zeigen, was die Leute dort gerne wollen und was nicht“, sagt Hamdaoui. Er entwickle sich seit fast vier Jahren mit seinen Kunden und nehme ihre Wünsche ernst. (ms)

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