Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsräume und Wohnungen von AWO-Mitarbeitern

Unter anderem in Wiesbaden, Frankfurt und Bad Schwalbach

Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsräume und Wohnungen von AWO-Mitarbeitern

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Verantwortliche der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag mehrere Geschäftsräume und Privatwohnungen im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilt, gab es Maßnahmen in insgesamt sechs Wohnungen und acht Büros in Frankfurt, Wiesbaden, Berlin, Bad Schwalbach und Schöneck. Bei den Untersuchungen an den fünf Standorten waren insgesamt 84 Polizeibeamte beteiligt.

Die laufenden Ermittlungen richten sich dabei gegen zwei Frauen und vier Männer im Alter zwischen 40 und 63 Jahren. Sie waren zum Teil im Kreisverband Wiesbaden, zum Teil im Kreisverband Frankfurt und zum Teil an beiden Standorten sowohl als Ehrenamtliche als auch in leitenden Funktionen tätig. Ihnen wird vorgeworfen, einen Betrug zum Nachteil der Stadt Frankfurt im Zusammenhang mit zwei Flüchtlingswohnheimen begangen zu haben. Sie sollen Personalkosten falsch abgerechnet haben, sodass ein Schaden für die Stadt in hohem sechsstelligen Bereich entstand.

Außerdem besteht laut Staatsanwaltschaft der Verdacht der Untreue wegen der Vereinbarung und Entgegennahme von satzungswidrigen Vergütungen. Zudem sollen ungerechtfertigt hohe Honorare und überhöhte Dienstwagenpauschalen gezahlt worden sein.

Die Ermittlungen durch die Frankfurter Staatsanwaltschaft wurden eingeleitet, nachdem eine anonyme Strafanzeige gestellt wurde. Zudem haben Medienberichte die Verdachtsmomente unterstützt. Während der Durchsuchungen am Dienstag haben die Beamten mehrere Geschäftsunterlagen, schriftliche Dokumente und Speichermedien sichergestellt, die jetzt im Zuge der Ermittlungen gesichtet werden. (ms)

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