Schulsystem im bundesweiten Vergleich: Hier landet Hessen im Bildungsmonitor

Hessen schneidet im bundesweiten Bildungsmonitor gut ab. Ein Bereich bereitet jedoch Sorgen.

Schulsystem im bundesweiten Vergleich: Hier landet Hessen im Bildungsmonitor

Hessen belegt im bundesweiten Bildungsmonitor den siebten Platz und landet damit im oberen Mittelfeld. Das geht aus der jährlichen Vergleichsstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft hervor, die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt wird und am Montag vom Kultusministerium veröffentlicht worden ist.

Laut der Studie fällt der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg bei Schülern in Hessen geringer aus als in vielen anderen Bundesländern. Das Land habe nicht nur die wenigsten Schulabbrecher insgesamt, sondern mit 12,6 Prozent auch die niedrigste Quote bei ausländischen Jugendlichen ohne Abschluss (Bundesdurchschnitt: 20 Prozent).

Positiv hervorgehoben werden auch die Bedingungen an den Grundschulen. Mit durchschnittlich 19,6 Kindern pro Klasse und einem Verhältnis von 14,3 Kindern pro Lehrkraft weist Hessen hier die zweitbesten Werte im Ländervergleich auf. Auch in der Sekundarstufe I seien die Klassengrößen überdurchschnittlich gut.

„Die Ergebnisse zeigen, dass unsere vielfältigen Maßnahmen für die Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen greifen“, so Bildungsminister Armin Schwarz. „Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern hängt bei uns in Hessen weniger stark von ihrer sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Ländern.“ Man werde mit einem neuen Bildungschancenpaket weiter gezielt ansetzen.

Nachholbedarf bei Informatik

Die Studie zeigt zudem eine hohe Teilnahme an Ganztagsangeboten. In den Grundschulen nutzten 57,6 Prozent der Kinder diese Angebote (Bundesdurchschnitt: 51,2 Prozent). In der Sekundarstufe I lag der Anteil mit 80,4 Prozent ebenfalls deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 48,6 Prozent.

Verbesserungsbedarf sieht die Studie allerdings beim Informatikangebot an den hessischen Schulen. Darauf will das Land reagieren: Zum nächsten Schuljahr wird das Fach „KI und Digitale Welt“ für die fünften Klassen verpflichtend eingeführt. Im darauffolgenden Jahr soll es auch für die sechste Klasse gelten. In höheren Jahrgängen muss das Fach im Wahlpflichtunterricht belegt werden.