Diese Wiesbadener Sport-Stars schrieben Geschichte

Fußball, Tennis, Formel 1, Reitsport: Diese Wiesbadener sind und waren weltklasse.

Diese Wiesbadener Sport-Stars schrieben Geschichte

Mit Wahnsinnstempo über die schnellsten Formel 1-Strecken der Welt, mit Einfallsreichtum und taktischem Geschick zu den größten Titeln des Fußballs oder mit flotten Sprüchen und lautem Mundwerk in den Tennis-Olymp: Wir stellen euch fünf Wiesbadener Sportler vor, die Geschichte schrieben.

Jürgen Grabowski

Welt- und Europameister, DFB- und Uefa-Pokal-Gewinner: Jürgen Grabowskis Karriere als Fußballprofi war von Erfolgen geprägt. Für Eintracht Frankfurt spielte „Grabi“, wie ihn die Fans nannten, 1965 bis 1980 und prägte den Club bis heute. Von den Frankfurter Fans wird Grabowski verehrt. Begonnen hatte er seine Fußballer-Laufbahn jedoch in seiner Geburtsstadt Wiesbaden: Von 1952 bis 1960 beim SV Biebrich 1919 und von 1960 bis 1965 dann beim FV Biebrich 02. Am 10. März dieses Jahres starb Grabowski in Wiesbaden. Er wurde auf dem Friedhof in Wiesbaden-Biebrich begraben.

Helmut Schön

Bundestrainer Helmut schön gewann - mit Jürgen Grabowski als Spieler - 1972 die Europameisterschaft und 1974 die WM im eigenen Land. Schon rund 20 Jahre lang lebte der gebürtige Dresdner zu dieser Zeit in Wiesbaden. Anfang der 50er-Jahre kam Schön als junger Trainer nach Wiesbaden, wo er den damaligen Zweitligisten Sportverein Wiesbaden 1899 trainierte. Mitte der 50er-Jahre war Schön kurzzeitig Nationaltrainer des damals unabhängigen Saarlandes, doch schon bald darauf kehrte er zurück - und blieb. An Alzheimer erkrankt verbrachte Helmut Schön auch seine letzten Jahre in Wiesbaden, in einem Pflegeheim. Im Februar 1996 starb der bis heute erfolgreichste Bundestrainer aller Zeiten. Er wurde auf dem Wiesbadener Nordfriedhof begraben.

Dorothee Schneider

Silber in London (2012), Gold in Rio (2016) und nochmal Gold in Tokio (2021): Die Wiesbadener Dressurreiterin Dorothee Schneider hat mit der deutschen Mannschaft bei den vergangenen Olympischen Spielen abgesahnt. Gelernt hatte Schneider das Reiten übrigens auf dem Gelände der Domäne Mechtildshausen. Hier hatte ihr Vater bis Ende der 80er-Jahre einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt.

John McEnroe

Von Wiesbaden aus eroberte der US-amerikanische Tennisspieler John McEnroe die Welt. Denn hier wurde er 1959 als Sohn eines US-Soldaten geboren. Nach gerade einmal neun Monaten verließ die Familie Hessen schon wieder und wanderte zurück in die USA aus. Als Tennis-Star gewann er die größten Turniere wie Wimbledon oder die US-Open, dazu führte er viermal in Folge die Tennis-Weltrangliste der Herren an.

Legendenstatus erlangte der impulsive McEnroe aber auch wegen seiner Wutausbrüche. So bepöbelte der Tennis-Star nicht selten Zuschauer oder Schiedsrichter. Bis heute hat er daher auch den Ruf des Tennis-Rüpels inne. Inzwischen arbeitet er vor allem als Tennis-Experte für das Fernsehen.

Nico Rosberg

2016 erreichte der Wiesbadener Rennfahrer Nico Rosberg das große Ziel: In Abu Dhabi wurde er in einem packenden Finale Formel-1-Weltmeister. Der knallharte Konkurrenzkampf mit seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton hatte Rosberg so viel abverlangt, dass er wenige Tage später völlig überraschend sein Karriereende mit gerade einmal 31 Jahren verkündete.

In Wiesbaden feierten ihn die Menschen nach seinem WM-Triumph, als er sich kurzerhand selbst zu einem Empfang bei Oberbürgermeister Sven Gerich eingeladen hatte. Auch wenn Rosberg den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Monte Carlo verbrachte, bewies er an diesem Tag, dass er sich selbst als Wiesbadener sieht. Inzwischen kümmert sich Nico Rosberg als Geschäftsmann um Themen wie Nachhaltigkeit und die Verkehrswende. Gelegentlich ist er im Fernsehen auch noch als Formel 1-Experte im Einsatz - und im TV-Format „Höhle der Löwen“ als Investor.

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