Hat Wiesbaden ein Müllproblem?

Einige Merkurist-Leser haben den Eindruck, es liegt immer mehr Müll auf Wiesbadens Straßen. Ist das wirklich so? Frank Fischer von den Entsorgungsbetrieben der Stadt gibt einen Einblick.

Hat Wiesbaden ein Müllproblem?

Gebrauchte Schutzmasken, leere Plastikflaschen und Snackverpackungen – was eigentlich in den Müll gehört, lassen manche Wiesbadener auf der Straße liegen. Einige Merkurist-Leser haben den Eindruck, Wiesbaden vermüllt immer mehr. Ist das tatsächlich so oder nur ein Gefühl? Am besten wissen das wohl die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe der Stadt (ELW), die täglich in Wiesbaden unterwegs sind, um die Straßen von Müll zu befreien.

Mehr illegale Müllablagerung wegen Corona

„In den beiden ‘Corona-Jahren’ stellen wir im Gegensatz zu den Vorjahren wieder steigende Mengen an illegalen Müllablagerungen im öffentlichen Raum fest“, sagt Frank Fischer, Sprecher der ELW. Über die App „Sauberes Wiesbaden“ und die Sauberkeits-Hotline (0611 71531) erreichen die ELW auch immer wieder Müll-Meldungen von Bürgern der Stadt.

Kleinstmüll wie Kippen, Snackverpackungen und Kaffeebecher wird häufiger gemeldet. Aber: „Beim allgemeinen Müll haben wir sogar einen Rückgang der Meldungen zu verzeichnen“, sagt Fischer.

ELW klärt auf

Die ELW wollen vor allem aufklären, um das Müllproblem nachhaltig zu lösen. Aktuell läuft zum Beispiel eine Kampagne, um Raucher dazu zu bewegen, Kippen in die öffentlichen Papierkörbe zu werfen und nicht etwa auf den Boden. „Das Müll-Problem ist eines, das langfristig und nachhaltig nur durch eine gesamtgesellschaftliche Verhaltensänderung und gegebenenfalls eine verstärkte soziale Kontrolle im öffentlichen Raum geändert werden kann“, sagt Fischer.

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