Tote Vögel im Nerotal geben Rätsel auf

Am Wochenende entdeckten Spaziergänger mehrere tote Enten und Gänse in der Nerotal-Anlage. Veterinäramt und Polizei überprüfen jetzt, woran die Tiere gestorben sind.

Tote Vögel im Nerotal geben Rätsel auf

Für Spaziergänger war es am frühen Sonntagmorgen ein Schock: Mehrere tote Vögel lagen in den Grünanlagen der Nerotal-Anlage. Wie Polizei und Veterinäramt auf Nachfrage von Merkurist bestätigen, handelte es sich dabei um insgesamt vier Enten und vier Gänse.

Durch die ungewöhnlich hohe Zahl der Kadaver wurden Polizei und Ordnungsamt gerufen. Der Verdacht: Die Vögel könnten an Vergiftung gestorben sein — etwa durch Giftköder, die eigentlich für Hunde ausgelegt wurden. „Sollte sich das bewahrheiten, liegt eine Straftat vor“, erklärt die Amtstierärztin.

Die Feuerwehr hat deshalb noch am Sonntag das umliegende Gebiet nach Giftködern abgesucht, konnte jedoch nach bisherigen Erkenntnissen keine finden. Hundehalter, die in der Nähe des Nerotals mit ihren Tieren spazieren gehen, sollten dennoch im Moment besonders darauf achten, ob ihr Hund am Boden etwas erschnüffelt oder sogar frisst.

Die toten Vögel wurden inzwischen sichergestellt. Beim Veterinäramt laufen jetzt Untersuchungen zu ihrer genauen Todesursache. Dafür wurde eine toxikologische Untersuchung eingeleitet, deren Auswertung laut Amt jedoch bis zu vier Wochen dauern kann. Erst dann wird gesichert feststehen, ob die Vögel vergiftet wurden.

Die Polizei sucht derzeit noch nach weiteren Zeugen, die am Wochenende in der Grünanlage verdächtige Beobachtungen machen konnten. Hinweisgeber können sich unter der Rufnummer (0611) 345-0 melden.

Generell rät das Veterinäramt, immer Hilfe zu holen, wenn Spaziergängern tote Tiere auffallen. Zuständig für Tierfunde sei in Wiesbaden dabei die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte können den Kadaver ordnungsgemäß beseitigen und feststellen, ob ein Tierarzt hinzugezogen werden muss, etwa weil ein Verdacht auf eine nicht natürliche Todesursache besteht. Selbst anfassen sollten die Wiesbadener tote Tiere nicht oder nur mit ausreichend Schutzkleidung wie Handschuhen, da die Kadaver Krankheiten übertragen könnten. (ab)

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