Warum bald die Heizkosten steigen werden

Es wird teuer: Wer Gas zum Heizen und Kochen nutzt, muss sich künftig auf höhere Kosten einstellen. Auch andere Energieträger werden teurer. Was erwartet die Wiesbadener?

Warum bald die Heizkosten steigen werden

Die Gaspreise seien deutschlandweit auf einem Fünf-Jahres-Hoch, zu diesem Ergebnis kam das Vergleichsportal Verivox. Zwischen Januar und August seien sie bereits um mehr als acht Prozent angestiegen. Der Grund: Wegen des relativ kalten Frühjahrs seien zum einen die Gasspeicher auf einem niedrigen Stand, zum anderen steige weltweit die Gasnachfrage. Das führe auch hierzulande dazu, dass die Preise für die privaten Verbraucher langsam steigen.

„Preisanpassung“ in Wiesbaden wahrscheinlich

Auch in Wiesbaden sei eine „Preisanpassung zum Jahreswechsel wahrscheinlich“, ist bei der ESWE Versorgung zu erfahren. Sie befinde sich jedoch aktuell noch in der Sondierungsphase, die Preisfindung sei im Detail noch nicht abgeschlossen, teilt Pressesprecher Frank Rolle auf Merkurist-Anfrage mit.

Hauptsächlich seien ab 1. Januar 2022 steigende CO2-Preise für Brennstoffe sowie die stark gestiegenen Energiekosten Gründe für die Änderungen. „Das betrifft neben Erdgas auch andere Energieträger wie Strom, Benzin, Diesel oder Heizöl“, so Rolle. Daneben änderten sich auch die Entgelte zur Netznutzung. Zudem könne der Energieversorger den größten Teil des Gaspreises, wie Steuern und Abgaben, nicht beeinflussen.

„Wir erwarten in diesem Herbst eine größere Gaspreiswelle“, sagt Thorsten Storck von Verivox. Mehrere regionale Gasversorger hätten bereits Preiserhöhungen von durchschnittlich neun Prozent angekündigt. „Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh (Einfamilienhaus) entspricht das Mehrkosten von 128 Euro jährlich“, heißt es bei Verivox.

Ihre Kunden werde die ESWE Versorgung etwa sechs Wochen, bevor die neuen Preise in Kraft treten, schriftlich darüber benachrichtigen.

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