Warum der britische „Guardian“ seine Leser nach Wiesbaden schickt

Wiesbaden ist ein beliebtes Reiseziel, das zeigen nicht nur die gestiegenen Touristenzahlen. Der britische „Guardian“ hat auf seiner Internetseite einen Besuch im herbstlichen Wiesbaden empfohlen. Was die Leser dort erwartet.

Warum der britische „Guardian“ seine Leser nach Wiesbaden schickt

Der Herbst eignet sich wunderbar als Reisezeit. Wenn die großen Touristenmassen aus den Städten verschwunden sind, lässt sich Fremdes viel entspannter erkunden. Das sieht auch der britische „Guardian“ so, der seinen Lesern kürzlich ein paar schöne Reiseziele in Europa nahelegte, die zudem leicht mit dem Zug zu erreichen sind. Darunter auch Wiesbaden.

Dabei steht zunächst natürlich das klassische Touristenprogramm an, das Kurhaus zu besichtigen ist einfach Pflicht. Dazu bekommen die „Guardian“-Leser auch noch einen kurzen Geschichtsabriss über Wiesbaden und die Tradition als Kurstadt. Anschließend — wenn man ohnehin schon in der Nähe ist — sollte man auf den Spuren Dostoyevskis Wandeln und versuchen, seine Reisekasse im Casino aufzubessern. Das historische Ambiente und ein Glas Henkell-Sekt sollen zum Bleiben bewegen.

Kunst und Entspannung

Weiter geht’s mit einem Besuch in der Kaiser-Friedrich-Therme, deren Fresken und restaurierte Bäder explizit als „wunderschön“ gelobt werden. Für Kunst-Fans steht außerdem noch ein Besuch im Museum Wiesbaden an. Hier empfiehlt der Autor die Dauerausstellung.

Doch einer der vielen Gründe Wiesbaden zu besuchen — das weiß man auch in Großbritannien — ist der Wein. Als „Tor zum Rheingau“ profitiert man hier von den vielen Weingütern in der Umgebung. Probieren sollte man die daraus entstandenen Tropfen entweder samstags auf dem Wochenmarkt oder nicht weniger zentral gelegen, in der Weinbar von Balthasar Ress. Um die Rheingauer Weine kennenzulernen legt der „Guardian“ seinen Lesern ganz klassisch ein Glas Spätburgunder oder Riesling ans Herz.

Ausflüge und Wanderungen

Weinbau wird auch auf dem Neroberg betrieben. Um dort hinzukommen, wird natürlich die „süße, gelbe“ Nerobergbahn genommen. Panoramablick inklusive. Wer etwas aktiver sein und nicht nur die Aussicht genießen möchte, macht sich von dort aus auf zu einer Wanderung. Entweder ganz gemütlich zur Russisch-Orthodoxen-Kapelle, oder man taucht etwas tiefer in die Natur ein und wandert durch die Wälder. Für Adrenalin-Junkies wird der Kletterwald auf dem Hausberg empfohlen.

Den Ausklang des Tages begeht man dann auf der Wilhelmstraße. Ob nun beim Schaufensterbummel oder zum Einkaufen: Die Rue gehört einfach zu einem Wiesbaden-Besuch dazu. Dass so viel Sightseeing hungrig macht, ist klar. Deutsche Küche gibt es in „Webers Wikinger“. Bei mehr „von diesem herrlichen Riesling“ wird den Lesern ein Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln als Abschluss eines Tages in der hessischen Landeshauptstadt empfohlen. (ms)

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