Wiesbaden: ELW begegnet Kritik am Winterdienst

Trotz des Einsatzes der städtischen Entsorgungsbetriebe, der Schneemassen Herr zu werden, diskutierten einige Merkurist-Leser die Reaktion der ELW auf den plötzlichen Schneefall. Wurde genug getan?

Wiesbaden: ELW begegnet Kritik am Winterdienst

Der plötzlich auftretende, starke Schneefall sorgte Dienstag, den 3. Februar, in ganz Hessen und besonders in Wiesbaden für Verkehrschaos. Zeitweise musste der Linienbus-Verkehr eingestellt werden (wir berichteten). Auch für Autofahrer ging es teils stundenlang nicht vorwärts. Einige Merkurist-Leser diskutierten die Reaktion der städtischen Entsorgungsbetriebe (ELW), die für den Streu- und Räumdienst in Wiesbaden zuständig sind. Wurde genug getan?

Alle Fahrzeuge im Einsatz

Ab ca. 11 Uhr am Dienstag seien alle Räum- und Streufahrzeuge der ELW im Einsatz gewesen. Dies teilt der Pressesprecher der ELW, Frank Fischer, auf Anfrage mit. Die 26 Streufahrzeuge hätten über 150 Tonnen Salz auf die fast 2000 Straßen in und um Wiesbaden ausgebracht. Der Einsatz habe demnach bis spät in die Nacht gedauert. Solange, bis alle Busse wieder zurück im Depot gewesen seien.

Priorität: Rettungswege und Busstrecken

Ein Problem sei gewesen, dass der heftige, abrupte Schneefall nicht bereits in der Nacht auftrat, sondern mitten im laufenden Verkehr begann. So sei es dem Räumdienst nicht wie üblich möglich gewesen, Vorarbeit zu einer verkehrsärmeren Zeit zu leisten. Folglich habe man sich zuerst auf Rettungswege und Busstrecken konzentriert.

Erschwerte Bedingungen

Weil im gesamten Stadtgebiet festgefahrene PKW oder querstehende LKW die Fahrbahnen versperrt hätten, seien die Räumfahrzeuge der ELW teils selbst im Verkehr steckengeblieben. „Und dann müssen Sie bedenken: Wenn es von 11 Uhr bis 16 Uhr durchgängig schneit, dann fährt ein Räumfahrzeug, sobald es leer ist, zurück zum Depot–und beginnt danach dieselbe Tour von zuvor direkt von vorn–weil die Straßen schon wieder zugeschneit sind", so Fischer.

Das erkläre, warum es nach Beobachtung einiger Merkurist-Leser dauerte, bis Räumfahrzeuge auch in ihrem Stadtteil oder ihrer Straße zu sehen gewesen seien.