Wie Wiesbadener Kehrmaschinen für mehr Toleranz sorgen sollen

Auf neun Kehrmaschinen der Entsorgungsbetriebe sind ab Dienstag Bilder von Mitarbeitern der Firma zu sehen. Damit soll die Vielfalt des Unternehmens gefeiert werden.

Wie Wiesbadener Kehrmaschinen für mehr Toleranz sorgen sollen

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ — So lautet nicht nur der erste Artikel des Deutschen Grundgesetzes, sondern ist auch das Leitmotto der „Allianz für Weltoffenheit.“ Bei der Vereinigung handelt es sich um einen Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen aus Politik und Gesellschaft, die für ein tolerantes Deutschland einstehen wollen.

In Wiesbaden sind unter anderem die Entsorgungsbetriebe ELW daran beteiligt. Mit einer Plakatkampagne wollen sie nun ihr multikulturelles Unternehmen vorstellen.

Mitarbeiter aus 17 Nationen

Auf insgesamt neun Kehrmaschinen sind ab sofort sechs verschiedene Fotomotive zu sehen, auf denen Mitarbeiter der ELW verschiedener Herkunft abgebildet sind. „Bei uns arbeiten 780 Menschen aus 17 Nationen“, erklärt Markus Patsch, Betriebsleiter der ELW. Bei den Wiesbadener Entsorgungsbetrieben werde Integration jeden Tag gelebt, erklärt er. Dabei sei es in dem Betrieb sehr wichtig, auf kulturelle Besonderheiten zu achten: „Wir haben auch viele muslimische Mitarbeiter bei uns, daher sind auch Themen wie das Fasten zum Ramadan wichtig für uns.“

Patsch betont, dass in der ELW Menschen mit Migrationshintergrund aber nicht nur in der direkten Entsorgung beschäftigt sind, sondern auch wichtige Führungspositionen besetzen. „Wir wollen zeigen, dass die ELW als großer städtischer Arbeitgeber ein gutes Vorbild für die Toleranz in der Gesellschaft sein kann“, erklärt Patsch. Dazu soll die Plakatkampagne einen kleinen Beitrag leisten. (ms/ts)

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