Eltern fordern Impf-Auskunft von Lehrern

Der hessische Landeselternbeirat will so den Druck auf ungeimpfte Lehrkräfte erhöhen.

Eltern fordern Impf-Auskunft von Lehrern

Der hessische Landeselternbeirat wünscht sich eine Auskunftspflicht zum Impfstatus von Lehrkräften. Das sagte der Vorsitzende des Beirats Volker Heitmann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Montag.

„Wir hätten gern, dass alle Lehrerinnen und Lehrer geimpft sind“, so Heitmann. „Aber eine Impfpflicht ist eine heikle Sache.“ Für eine solche Forderung gebe es keine Mehrheit im Gremium, sagte Heitmann, der seit Sommer an der Spitze des Beirats steht.

Der Grund für den Wunsch nach mehr Transparenz: An den Schulen herrsche „keine Waffengleichheit“. Weil geimpfte Schüler von der Testpflicht befreit sind, wüssten Lehrer, welche Schüler geimpft sind und welche nicht. „Umgekehrt ist das aber nicht der Fall“, kritisierte Heitmann. Wenn Lehrkräfte ihren Impfstatus ebenso offenlegen müssten wie Schüler, „würde das vielleicht einen gewissen Druck ausüben, sich doch noch impfen zu lassen“, so die Hoffnung des Elternbeirats.

Ohne Impfpflicht hätte die Selbstauskunft rechtlich keine Konsequenzen, sagte Heitmann der dpa. Dennoch könnten Schulen mit diesem Wissen vielleicht gezielter reagieren: etwa ungeimpfte Lehrkräfte nur in gut gelüfteten Räumen unterrichten lassen oder strengere Maskenpflicht anordnen. „Das Risiko ist bei Ungeimpften einfach höher.“

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