Probleme bei Lieferung neuer E-Busse

Statt 46 sind derzeit nur zehn E-Busse in Wiesbaden unterwegs. Bis Ende des Jahres sollen 20 weitere hinzukommen. Derzeit wird die Ladeinfrastruktur ausgebaut, um noch in diesem Jahr schnelleres Aufladen ermöglichen zu können.

Probleme bei Lieferung neuer E-Busse

Ende 2019 wurden in Wiesbaden die ersten E-Busse in Betrieb genommen (wir berichteten). Insgesamt zehn Stück von ihnen drehen seitdem surrend ihre Runden durch die Stadt. Eigentlich sollten es aber schon viel mehr sein. Doch es gibt Probleme bei der Lieferung.

Wie Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) auf eine Anfrage in der vergangenen Stadtverordnetensitzung mitteilte, war eigentlich geplant, noch in diesem Jahr 46 Busse mit Elektromotor im Einsatz zu haben. Doch daraus wird erst einmal nichts.

Aufgrund der Corona-Pandemie werde sich die Lieferung verzögern, so Kowol. Statt der geplanten 46 neuen E-Busse werden in diesem Jahr erst einmal nur 20 neue Fahrzeuge in Betrieb genommen. Die übrigen Busse können erst Anfang des nächsten Jahres geliefert werden.

Voran schreitet hingegen der Bau der Ladeinfrastruktur für die Elektrofahrzeuge, man sei „voll im Zeitplan“, so Kowol. Ende Oktober sollen 56 Ladepunkte fertiggestellt sein. Erst dann könnten die Elektrobusse ihren Betrieb auch richtig aufnehmen. Derzeit werden die Fahrzeuge nämlich noch über mobile Ladestationen aufgeladen, was eine längere Ladezeit zur Folge hat.

Über die genaue Reichweite und den Stromverbrauch können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Im Frühjahr 2021 sollen dazu allerdings Daten vorliegen. Hinsichtlich der Einsparung von CO2 rechnet man mit rund 8500 Tonnen weniger.

Zum Einsatz könnten die 46 Busse, wenn sie den Betrieb aufgenommen haben, zum Beispiel auch im Nachtverkehr kommen. Denn im Stand sind die Fahrzeuge nahezu geräuschlos. Bei einer beschleunigten Vorbeifahrt sind sie ebenfalls leiser als ein Dieselbus, verursachen dabei 5 Dezibel weniger Lärm. (nl)

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