Diese Geschäfte wünschen sich die Wiesbadener

Eine Metzgerei, Kaufland, Ikea oder Primark? Wir haben Euch gefragt, welche Geschäfte in Wiesbaden fehlen. Hier sind Eure Antworten.

Diese Geschäfte wünschen sich die Wiesbadener

Zur Shoppingmetropole wird Wiesbaden in absehbarer Zeit wohl nicht werden. Keine kostenlosen Parkplätze, verhältnismäßig kleine Shopping-Center und ein Angebot an Geschäften, das schon oft kritisiert wurde. „Zu viele Ketten, zu wenig inhabergeführter Einzelhandel“, lautet oft die Antwort, wenn man einen Wiesbadener fragt, was ihn an seiner Stadt stört. Deshalb haben wir Euch gefragt: Welcher Laden fehlt noch in Wiesbaden?

Kaufland

Unglaublich oft genannt wurde da der Name „Kaufland“. Wer hier einkaufen will, muss derzeit bis nach Raunheim oder Rüsselsheim fahren. In Wiesbaden hat die Kette bislang noch keine Filiale eröffnet. Aber könnte sich das in absehbarer Zukunft ändern? Und was ist dran an den Gerüchten, dass „Kaufland“ demnächst mehrere Real-Filialen übernehmen will? Wir haben nachgefragt.

„Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Standorten — natürlich auch im Rhein-Main-Gebiet oder speziell in Wiesbaden“, erklärt eine Sprecherin des Unternehmens unkonkret. Nur so viel ist klar: „Grundstücke ab 6000 Quadratmetern, bebaut oder unbebaut, sowie leerstehende Objekte sind hierbei für uns von Interesse“, so die Sprecherin.

Ein kleiner Trost: Auf dem ehemaligen „Real“-Gelände in Mainz-Mombach werden sich der Drogeriemarkt „dm“ und „Kaufland“ ansiedeln. „Kaufland“ wird seinen Markt 2020 eröffnen.

Eine Metzgerei

Metzgereien gehören zu den kleinen, inhabergeführten Geschäften, die man immer seltener in den Innenstädten sieht. Das Phänomen ist auch in Wiesbaden zu beobachten. Sieht man sich die großen Supermärkte an, wundert es auch nicht, dass kaum noch jemand Metzgereien ansteuert: Riesige Frischetheken, egal ob mit Fleisch, Fisch oder Käse, bieten nahezu alles, was das Herz begehrt. Wenn Ihr lieber doch zu einem der noch verbliebenen Metzgereien in Wiesbaden gehen möchtet, solltet Ihr einem dieser ausgezeichneten Betriebe einen Besuch abstatten. Vielen von Euch war es außerdem wichtig, in einer Metzgerei Bio-Fleisch kaufen zu können. Das kann man — unter anderem — zum Beispiel noch in der Domäne Mechtildshausen tun.

Primark

Der Name „Primark“ steht für die einen für schicke Mode zum Schnäppchenpreis. Andere verbinden damit Niedriglohnarbeit, Ausbeutung und Kinderarbeit. Klar ist: Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Und viele von Euch scheinen „Primark“ zu lieben, denn der Name tauchte oft in der Wunschliste auf. Bislang muss man für einen „Primark“-Besuch nämlich bis nach Frankfurt fahren. Ein Sprecher wollte die Frage, ob eine „Primark“-Filiale auch in Wiesbaden eröffnen könnte, nicht kommentieren. Ins Anforderungsprofil passen würde die Stadt aber. Wie der Chef von Primark Deutschland, Wolfgang Krogmann, dem „Tagesspiegel“ sagte, spielen viele Faktoren mit, um einen potenziellen neuen Standort ins Auge zu Fassen: „Wir wollen gewachsene Handelsstandorte, wo es auch Kundenfrequenz gibt, und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.“

Hauptsache keine Ketten?

Auch immer wieder genannt: Inhabergeführter Einzelhandel. Egal, ob klein oder groß — hauptsache keine Ketten. Ein Wunsch, den viele Wiesbadener schon lange hegen. Er steht jedoch im Gegensatz zur derzeitigen Entwicklung in der Innenstadt — aber auch zu den ansonsten genannten Wünschen. So gibt es noch einige große Ketten, die den Wiesbadenern fehlen, andere Ketten, die es in gefühlt jeder Innenstadt gibt, könnten gerne Platz machen für lokalen Einzelhandel. Gar nicht so leicht also, da jedem gerecht zu werden. Vielleicht schafft es ja der zukünftige Citymanager, der bald eingeführt werden soll. (pk)

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