"Einkauf aktuell“ - Was tun gegen unerwünschte Werbepost?

Unerwünschte Werbung wie die der Deutschen Post kann nervig sein. Um diese abzulehnen, findet man im Internet verschiedene Tipps, doch nur ein Weg funktioniert wirklich.

"Einkauf aktuell“ - Was tun gegen unerwünschte Werbepost?

Sie gehören für viele zum Samstag wie der Großeinkauf oder die Bundesliga: In Millionen Briefkästen finden sich an diesem Tag die Werbeprospekte von „Einkauf aktuell.“ In dünne Plastikfolie verpackt liefert die Deutsche Post so an viele Haushalte die Werbung der umliegenden Supermärkte.

Was für die einen eine hilfreiche Unterstützung für den Einkauf in der kommenden Woche sein kann, ist für andere aber nur nerviger Papier- und Plastikmüll. Darunter auch einige Wiesbadener. Ein Merkurist-Leser berichtet, dass er die Prospekte nicht erhalten will. Deshalb hat er auch einen „Keine Werbung“-Aufkleber an seinem Briefkasten angebracht. Auch hatte er sich bei der Post gemeldet und darum gebeten, die Prospekte nicht mehr zu bekommen. Dennoch habe er zu seinem Ärgernis weiterhin die unerwünschten Angebotshefte erhalten.

Das sollte laut der Deutschen Post jedoch nicht passieren: „Kunden, die „Einkauf aktuell“ nicht erhalten möchten, müssen lediglich einen entsprechenden Aufkleber (z.B. „Keine Werbung“) anbringen“, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Merkurist. Dann würden diese auch nicht mehr zugestellt. Da „Einkauf aktuell“ jedoch in Massen zugestellt wird, gebe es kein zentrales Adressenregister, aus dem man sich austragen lassen kann.

Alle Mitarbeiter seien angehalten, die Werbeverweigerung in jedem Fall zu beachten, aber „Einkaufaktuell“ muss im Hausbriefkasten eingeworfen werden, soweit kein Hinweis auf eine Werbeverweigerung auf dem Briefkasten angebracht wurde, so der Sprecher. Wenn trotz des Aufklebers die Prospekte eingeworfen wurden, kann diese Zustellung reklamiert werden. Dies geht etwa über die Hotline der Post unter 0228/4333 112.

Online Widerspruch nicht möglich

Gegen die Einwürfe von „Einlauf aktuell“ gibt es auch eine Initiative. Der Verein „Letzte Werbung e.V.“ kritisiert vor allem den negativen Umweltaspekt der kostenlosen Werbung. Jeder Haushalt würde so 26 Kilo Werbung pro Jahr erhalten. Deutschlandweit seien das jährlich 500 Millionen Kilo Papier sowie eine Milliarde Plastiktüten an unnötigem Abfall. Unter plastikpost.de bietet die Initiative Personen, die die Werbung nicht mehr erhalten möchten, an, ihre Daten anzugeben. Diese würden dann direkt an die Deutsche Post weitergeleitet und ein Widerspruch wird eingelegt. Widersprüche könnten jedoch nicht berücksichtigt werden, so der Sprecher der Post. Lediglich die Aufkleber an den Briefkästen seien für die Austräger gültig. (ts)

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