Aus für Real in Deutschland - kommt jetzt Kaufland nach Wiesbaden?

Handelsriese Metro trennt sich von Real. Was bedeutet das für die beiden Märkte in Wiesbaden?

Aus für Real in Deutschland - kommt jetzt Kaufland nach Wiesbaden?

Das Aus für die „Real“-Märkte in Deutschland ist besiegelt. In seiner jetzigen Form wird es den Laden nicht mehr lange geben. Am 10. Oktober hat das Bundeskartellamt den Verkauf von „Real“ an den Investor „Redos“ genehmigt. Handelsriese Metro schafft es damit, sich nach langen Verhandlungen von dem Minusgeschäft „Real“ zu trennen.

Abwicklung in drei Säulen

Ein Insider erklärt gegenüber Merkurist, dass die „Real“-Märkte in einem Drei-Säulen-Konzept umgewandelt werden. Das Konzept sieht vor, dass ein nennenswerter Anteil der bisherigen Standorte an andere Wettbewerber übergeht. Im Gespräch sei neben Märkten wie „Edeka“ und „Rewe“ auch „Kaufland“. Möglich also, dass „Kaufland“ demnächst auch in Wiesbaden vertreten ist. Eine Metro-Sprecherin wollte sich dazu gegenüber Merkurist aber noch nicht äußern: „Während der laufenden Verkaufsverhandlungen können wir uns nicht zu einzelnen Standorten äußern. Aktuell gehen die Angebote der Händler ein und werden gesichtet.“

Die zweite Säule sieht vor, die Marke „Real“ mit einem gesunden Kern an wirtschaftlich funktionierenden Filialen am Leben zu halten. Und zuletzt wird es auch Filialen geben, die geschlossen werden. Dem Vernehmen nach wird das wirtschaftlich schwache Standorte treffen, für die sich kein neuer Betreiber findet.

Noch keine Entscheidung

„Es kann ein paar Wochen dauern, bis alle Angebote ausgewertet sind.“ - Metro-Sprecherin

Nach Insiderinformationen gibt es — Stand heute — noch keine Entscheidung, wie die Filialen unter den jeweiligen Möglichkeiten aufgeteilt werden, da die Verkaufsverhandlungen noch laufen. Auch die Metro-Sprecherin erklärt diesbezüglich: „Es kann jetzt ein paar Wochen dauern, bis alle Angebote für die einzelnen Standorte ausgewertet sind, zumal auch Überlappungen zu erwarten sind.“ Anschließend sollen Pakete geschnürt und beim Bundeskartellamt zur Anmeldung eingereicht werden.

Derzeit ist also noch vieles unklar. Auch, wie es für die Märkte in der Mainzer Straße und dem Äppelallee-Center weitergeht, wird sich noch zeigen. Gerade der Standort an der Äppelallee dürfte jedoch wirtschaftlich interessant für einen Mitbewerber sein. Bis Ende des Jahres könnte sich dies geklärt haben. (ms)

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