4 außergewöhnliche Läden in Wiesbaden

Fischzucht auf dem Dach, Apfelwein-Hawaiihemden und ein Laden voller Wolle – manche Geschäfte gibt es so nur in Wiesbaden. Wir stellen euch vier davon vor.

4 außergewöhnliche Läden in Wiesbaden

Außer den klassischen Modeketten und Supermärkten gibt es in Wiesbaden auch einige Läden, die man in keiner anderen Stadt findet. Vier von ihnen stellen wir euch in unserer Übersicht vor.

Rewe mit Fisch- und Basilikumzucht auf dem Dach

In Erbenheim gibt es einen Supermarkt, der bisher bundesweit einzigartig ist und als Pilotprojekt gilt. Auf dem Dach des Rewes in der Berliner Straße 275 werden jährlich rund 20.000 Fische und 800.000 Basilikumpflanzen gezüchtet. Basilikum und Fische profitieren voneinander, weil sie sich einen eigenen Wasser- und Nährstoffkreislauf teilen. Vereinfacht gesagt werden die Ausscheidungen der Fische dazu genutzt, die Pflanzen zu düngen. Das von den Pflanzen gereinigte Wasser fließt wiederum zu den Fischen zurück. Dadurch soll 90 Prozent weniger Wasser verbraucht werden als bei der herkömmlichen Landwirtschaft. Außerdem wird Regenwasser für die Farm und den Markt aufgefangen.

Nicht nur das gläserne Dach mit Fischzucht und Gewächshaus lässt den Rewe besonders aussehen. Er wurde außerdem in einer modularen Holzbauweise gebaut. Insgesamt 42 Holzstützen tragen den Markt und das Dach und geben ihm ein einzigartiges Aussehen.

Herr von Strick

Einen Laden voll mit Wolle gibt es in der Nerostraße. Markus Hurley hat dort im Mai 2018 „Herr von Strick“ eröffnet und verkauft dort verschiedenste Garne. Hurley will seine Kunden mit seinem großen, aber ausgewählten Angebot inspirieren, selbst Unikate zu stricken.

Eine weitere Besonderheit: Am Mittwoch bietet er „Male Knitting“ an. „Der Mittwoch ist mittlerweile für über zehn Männer - nicht nur aus dem Rhein-Maingebiet - ein fester Bestandteil im Kalender“, heißt es auf der Webseite. „Wir treffen uns und plaudern, machen blöde Witze und geistreiche Bemerkungen, trinken ein Bier oder Sekt und wir stricken und häkeln dabei.“

Schönwetterfront

Schon mal Hawaiihemden mit Apfelwein oder Spätburgunder anstatt Blumen gesehen? Der Wahl-Wiesbadener Christian Jakob hat diese Mode-Idee 2016 umgesetzt und gründete das Label „Schönwetterfront“.

Die Idee entstand ursprünglich, weil sich Jakob dachte, dass das Stadtwappen von Wiesbaden ein schickes Hawaiihemd abgeben würde. Mittlerweile gibt es nicht nur Hawaiihemden mit verschiedensten deutschen Motiven wie Bembel, Grie Soß und Hopfen, sondern auch Hoodies, Shirts, Kappen, Taschen und Socken. Die Hawaiihemden werden in Kleinauflagen in Sachsen und Hessen geschneidert. Atelier und Showroom sind in der Scheffelstraße 3. Aktuell ist das Geschäft geschlossen und öffnet nur nach Absprache, bestellen kann man online.

Kuckucksuhr

Sie ist der wohl einzigartigste Souvenirshop in Wiesbaden: die Kuckucksuhr in der Burgstraße. Die überdimensionale Kuckucksuhr wurde 1946 aufgestellt und ist seitdem ein echter Touristenmagnet. Zwischen 8 und 20 Uhr zeigt sich alle halbe Stunde der Kuckuck aber auch außerhalb dieser Zeiten sieht man immer wieder Touristen Fotos von dem Wiesbadener Wahrzeichen machen.

Eine Sache wissen aber nur die wenigsten: Zwar schmückt sich die Uhr mit dem Titel „Die größte Kuckucksuhr der Welt“, das ist sie aber eigentlich gar nicht mehr. Als die Uhr aus einer Schnitzerei im Odenwald nach Wiesbaden kam, war sie noch die größte ihrer Art. Den Titel bekam sie 1953. 41 Jahre später lief ihr eine andere den Rang ab. Im „Eble Uhrpark“ im Schwarzwälder Triberg steht seitdem eine Kuckucksuhr, deren Durchmesser bei 2,60 Meter liegt – das Ziffernblatt der Wiesbadener Uhr hat nur einen Durchmesser von etwa zwei Metern.

Ihr kennt weitere außergewöhnliche Geschäfte oder Lokale in Wiesbaden? Schreibt sie in die Kommentare.

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