Neue Details zum Unfall am Hauptbahnhof

Ermittler rekonstruieren Unfallhergang

Neue Details zum Unfall am Hauptbahnhof

Nachdem am Donnerstagnachmittag ein Linienbus in mehrere Autos, einen weiteren Bus und schließlich in eine Haltestelle am Wiesbadener Hauptbahnhof gekracht ist, hat die Polizei am frühen Freitagmorgen neue Details zu dem Unfallhergang veröffentlicht.

Wie die Beamten mitteilen, ist ein 85-jähriger Mann, der an der Haltestelle von dem Bus erfasst wurde, mittlerweile im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Eine 33-Jährige, die ebenfalls in der Haltestelle von dem Bus erwischt wurde, wurde hingegen nur leicht verletzt. Insgesamt wurden 23 Personen bei dem Unfall verletzt.

Fahrt des Unfallbusses rekonstruiert

Nachdem die Unfallstelle bis etwa 4 Uhr am Freitagmorgen gesperrt wurde, konnte rund 12 Stunden später auch die Fahrt des Unfallbusses rekonstruiert werden. Wie die Polizei mitteilt, hielt der Bus in der Bahnhofstraße an Bahnsteig C und ließ Fahrgäste ein- und aussteigen. Als er weiterfuhr, ging es aber nicht gemäß der Verkehrsführung nach rechts auf den Kaiser-Friedrich-Ring, sondern geradeaus in Richtung Bahnhofsgebäude.

Dabei rammte der Bus zunächst drei Fahrzeuge, die vor ihm auf den Kaiser-Wilhelm-Ring einbiegen wollten. Die Autofahrer wurden dabei leicht verletzt. Der Bus setzte dann die Fahrt über den Grünstreifen fort und rammte weitere drei Fahrzeuge, die auf dem Ring stadtauswärts unterwegs waren. Auch hierbei wurden zwei Fahrer leicht sowie eine 53-jährige Flörsheimerin schwer verletzt.

Im Anschluss rammte der Bus einen an der Haltestelle Hauptbahnhof stehenden Linienbus. Durch die Kollision im hinteren Bereich des wartenden Busses wurden neun Fahrgäste leicht und der Fahrer schwer verletzt. Am Ende prallte der Bus in die Haltestelle vor dem Hauptbahnhof, wo er die beiden 33 und 85 Jahre alten Wiesbadener verletzte.

Ermittlungen laufen, Gaffer-Videos kursieren

Die Polizei geht derzeit von einem Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro aus. Die Maßnahmen der Beamten auf dem 1. Ring werden auch in den frühen Morgenstunden fortgesetzt. Dadurch kann es noch zu Beeinträchtigungen kommen.

Aussagen zur Unfallursache lassen sich laut eines Sprechers der Polizei wahrscheinlich erst nach dem Wochenende treffen. Seit Donnerstagabend verbreiten sich außerdem Handyvideos von der Unfallstelle im Netz und über Messengerdienste. Diese wurden vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte aufgenommen. Der Polizei ist das bekannt, aktuell können die Beamten allerdings nichts dagegen tun, so ein Sprecher. (ab)

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