Lärmbelästigung: Stadt geht gegen gefährliche Raupen vor

Der Frühling belebt Flora und Fauna. Doch nicht alle Wald- und Wiesenbewohner sind für die Wiesbadener ungefährlich. In den kommenden Wochen bekämpft die Stadt den Eichenprozessionsspinner.

Lärmbelästigung: Stadt geht gegen gefährliche Raupen vor

Der Eichenprozessionsspinner ist ein kleiner Nachtschmetterling, der es richtig in sich hat. In den kommenden Wochen schlüpfen die Larven des Falters — auch in Wiesbaden. Das Umweltamt warnt vor den kleinen Tieren, die ihre Nester in Bäumen bauen. Ihre feinen, giftigen Härchen können bei Hautkontakt Reizungen und sogar allergische Schocks auslösen.

Gefährliche Raupen

„Damit unsere Bürger sich in unseren Grünanlagen und unter unseren Straßenbäumen sicher fühlen können, werden wir wieder mit einer Spezialfirma die Raupen bekämpfen“, kündigt Grünflächendezernent Andreas Kowol (Grüne) an. Mehr als 1500 Bäume in der Stadt sollen von einer Spezialfirma in den kommenden Wochen vor einem Raupenbefall geschützt werden. Und das kann laut werden.

Denn mit einer Hochdrucklanze werden die gefährdeten Bäume — allesamt Eichen — mit einem Spezialmittel gespritzt. Dabei tragen die Experten einen speziellen Stamm des Bacillus thuringiensis auf die Baumkronen auf. Das Mittel bekämpft die Larven des Eichenprozessionsspinners, ist für den Menschen aber ungefährlich. Für die Arbeiten müssen einzelne Bäume, etwa in Parks, abgesperrt werden. Wegen der möglichen Lärmbelästigung wird das Mittel aber nur außerhalb der Nachtruhe aufgetragen. Nester, die bereits in den Bäumen zu sehen sind, werden außerdem vom Grünflächenamt abgebaut.

Nur für Spezialisten

Dabei handelt es sich um netzartige Spinnereien in den Bäumen, die auch mit dem bloßen Auge gut zu erkennen sind. Sollten Wiesbadener sie an Bäumen entdecken, die nicht schon abgesperrt sind, sollten sie auf jeden Fall Abstand halten. Selbst entfernen sollte man sie nicht, denn bei Berührungen mit den Larven kann es zu Hautreizungen und sogar zu allergischen Schocks kommen. Stattdessen sollten die Wiesbadener die Feuerwehr rufen. Sie koordiniert die Bekämpfung der Larven. Auch im eigenen Garten sollte man die Entfernung der Nester Experten überlassen. Beratung zum Thema gibt es im Umweltladen in der Luisenstraße 19. Eine Liste von Spezialfirmen gibt es zudem hier. (ts)

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