Vier Bürger aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis sowie eine Polizeibeamtin sind auf dem Polizeipräsidium Westhessen für Zivilcourage geehrt worden. Das teilt die Polizei mit.
Ausgezeichnet wurden die fünf am 11. Dezember vom Polizeipräsidenten Felix Paschek, der auch Vorsitzender der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. ist. „Alle Geehrten, die für ihr vorbildliches Verhalten ausgezeichnet wurden, sind über sich hinausgewachsen. Sie alle haben ein besonderes Maß an Courage und Hilfsbereitschaft gezeigt“, teilt die Polizei mit.
Betrüger um Beute gebracht
Zuerst wurde Mabelle Steinmacher geehrt, weil sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten am 14. November einen Enkeltrick vereiteln konnte. Eine Seniorin aus Schlangenbad wollte an diesem Tag nach einem Schockanruf gerade Gold, Schmuck und Bargeld an einen Betrüger übergeben. Mabelle Steinbacher bemerkte sie, als sie an der vereinbarten Übergabestelle wartete. Sie benachrichtigte ihren Lebensgefährten, der zu der Stelle fuhr, an dem sie die Seniorin gesehen hatte. Dort konnte er gerade noch den Abholer mit seiner Beute im Auto abfangen. „Ich habe nicht lange überlegt, bin sofort zu ihm, habe ihn festgehalten und auf die Polizei gewartet“, sagte der Lebensgefährte. So konnte die Polizei den Mann festnehmen.
Flucht vor der Polizei gestoppt
Als nächstes wurden zwei Hausmeister aus Wiesbaden-Delkenheim geehrt. Am 14. Juni hatten sie zwei Personen gestoppt, die sich nach einer gemeinsamen Fahrt auf nur einem Roller einer Polizeikontrolle entziehen wollten. Sie flüchteten gerade zu Fuß über das Gelände der Karl-Gärtner-Schule, als sich die Hausmeister ihnen in den Weg stellten. So konnten die beiden letztlich doch noch kontrolliert werden.
Erste Hilfe
Die geehrte Polizeibeamtin hatte am 22. November im Dienst in einer Wiesbadener Fußgängerzone Erste Hilfe geleistet. In ihrer unmittelbaren Nähe schrie ein erwachsener Mann zunächst kurz auf, fiel anschließend auf sein Gesicht und begann zu krampfen. Bei seinem Sturz zog er sich offenbar Verletzungen zu und blutete aus Nase und Mund. Die Polizistin half sofort und setzte den Notruf ab. Sie blieb bei dem Verletzten, bis der Rettungsdienst da war.