Axt-Suizid verhindert: Wiesbadener erhält Auszeichnung

Es ist eine unglaubliche Geschichte, die der Wiesbadener Polizeioberkommissar Andreas Bauhof Anfang des vergangenen Jahres erlebte. Für sein vorbildliches Verhalten wurde er nun ausgezeichnet.

Axt-Suizid verhindert: Wiesbadener erhält Auszeichnung

Es war der 31. Januar 2017, als der Wiesbadener Polizeioberkommissar Andreas Bauhof privat in einem Wald unterwegs war und plötzlich etwas unglaubliches beobachtete: Er sah einen Mann, der stark am Kopf blutete und eine Axt in der Hand hielt. Als Bauhof helfen wollte - er ging von einem Unfall aus - begann der Fremde, sich mit der Axt an den eigenen Kopf zu schlagen. Der Polizist rang ihn nieder, doch der Mann konnte fliehen, rannte zu seinem Auto und zog ein großes Messer hervor. Bauhof brachte ihn erneut zu Boden.

Es gelang ihm schließlich, dem Mann Axt und Messer zu entreißen und ihn am Boden zu halten, bis die alarmierten Polizei- und Rettungskräfte eintrafen.

Ehrung erhalten

Für dieses mutige und engagierte Verhalten wurde Andreas Bauhof auf dem Hessentag in Korbach geehrt. „Wir brauchen aufmerksame und hilfsbereite Menschen wie Sie“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, als er dem Wiesbadener am Sonntag die Hessische Rettungsmedaille überreichte. Er zeichnete ihn damit für seine Außerordentlichen Verdienste aus.

„Ihr mutiges Handeln ist vorbildlich und ein wertvoller Verdienst für unsere Gesellschaft.“ - Ministerpräsident Volker Bouffier

„Mit Entschlossenheit und Mut haben Sie für Ihre Mitmenschen Verantwortung übernommen“, so Bouffier. „Ihr mutiges Handeln ist vorbildlich und ein wertvoller Verdienst für unsere Gesellschaft, dem Dank und Anerkennung gebührt.“

Der Ministerpräsident hob hervor, wie wichtig Zivilcourage heutzutage sei. „Sie geben Zuversicht, dass es Frauen und Männer gibt, die zupacken, Zivilcourage zeigen und sich für andere einsetzen.“

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