Wie junge Mädchen für mehr Sicherheit in Mainz-Kostheim sorgen

Ein sogenannter „Dunkelspaziergang“ junger Mädchen aus Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel bewegte die Stadt Wiesbaden zum Handeln. Nun sind neue Beleuchtungsanlagen entstanden.

Wie junge Mädchen für mehr Sicherheit in Mainz-Kostheim sorgen

Junge Mädchen haben bei einem Rundgang durch Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim auf unsichere Orte aufmerksam gemacht. Nun gibt es eine erste Verbesserung am Kostheimer Hallenbad.

„Dunkelspaziergang“ für mehr Sicherheit

Nach einem sogenannten Dunkelspaziergang in Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim hat die Stadt Wiesbaden die Beleuchtung an einer ersten Stelle verbessert. Das teilt die Landeshauptstadt am Dienstag mit. Im Dezember 2025 hatten einige Mädchen aus lokalen Jugendzentren den Rundgang unter dem Titel „Meine Stadt, mein Gefühl“ organisiert. Sie wollten Orte zeigen, die im Dunkeln als unsicher wahrgenommen werden. Gründe dafür seien etwa schlechte Beleuchtung oder unübersichtliche Wege.

Begleitet wurden sie dabei von Vertretern der Stadtverwaltung Wiesbaden, der Polizei und der Ortsbeiräte. Eine der kritisierten Stellen war der Weg zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle in Kostheim.

Beleuchtung am Hallenbad in Betrieb

Dort ist die Beleuchtung, besonders im Bereich des Vorplatzes, nun vollständig in Betrieb genommen worden. Die städtische Gesellschaft Mattiaqua hat die Maßnahme bald umgesetzt.

Wiesbadens Sozialdezernentin Patricia Becher (SPD) betont die Wichtigkeit der Aktion: „Junge Frauen erleben den öffentlichen Raum oft anders,“ sagt Becher. Deshalb sei ihre Perspektive so wichtig. Die Mädchen hätten sehr konkret beschrieben, wo und warum Unsicherheit entstehe.

Die Stadt prüft derzeit, welche weiteren Orte aus dem Rundgang verbessert werden können. Die Ergebnisse sollen in laufende Planungen einfließen, um den öffentlichen Raum sicherer zu gestalten.