Die Stadt Wiesbaden bittet Eigentümer von Grundstücken, die an städtische Wirtschafts- und Feldwege grenzen, ihre Hecken und Sträucher zurückzuschneiden. Damit soll verhindert werden, dass die Wege für Landwirte und Entsorgungsfahrzeuge zu schmal werden.
Der Appell der Stadt zielt darauf ab, die Wege dauerhaft in ihrer vollen Breite freizuhalten. Wachsen Hecken und Sträucher in die Wege hinein, können landwirtschaftliche Fahrzeuge, aber auch Müllautos oder Fahrzeuge zur Leerung von Abwassergruben behindert werden oder ihre Ziele gar nicht mehr erreichen. Die Wirtschaftswege sind für die Wiesbadener Landwirtschaft von großer Bedeutung, da sie als Zufahrten zu Feldern, aber auch zu Höfen und Wohnhäusern dienen.
Stadt setzt auf Kooperation, droht aber mit Konsequenzen
Die Verpflichtung zum Rückschnitt ist in der Feldwegesatzung der Stadt geregelt, die laut Mitteilung am 17. Dezember 2025 entsprechend ergänzt wurde. Das Tiefbau- und Vermessungsamt wird in Kürze die ersten Eigentümer anschreiben, bei deren Grundstücken ein Handlungsbedarf festgestellt wurde. Diese erhalten zunächst die Möglichkeit, den Rückschnitt vorzunehmen.
Sollte der Aufforderung nicht nachgekommen werden, können Anordnungen und ein Bußgeldverfahren folgen. Die Stadt kann den Rückschnitt auch selbst auf Kosten der Eigentümer durchführen lassen. „Wir möchten möglichst vermeiden, dass es überhaupt zu einem ordnungsrechtlichen Verfahren kommen muss“, erklärt Verkehrsdezernent Marc Dahlen und appelliert an die Besitzer, ihre Hecken zu kontrollieren, bevor eine Behinderung entsteht.
„Unsere Wirtschaftswege sind für die Landwirtschaft unverzichtbar. Mir liegen die Wiesbadener Landwirtinnen und Landwirte besonders am Herzen.“ Er hoffe auf das Verständnis der Grundstückseigentümer. „Wer seine Hecke jetzt zurückschneidet, sorgt dafür, dass die Wege frei bleiben und unsere Landwirte ihre Felder problemlos erreichen können. Gleichzeitig ist der rechtzeitige Rückschnitt für die Eigentümer selbst die einfachste und günstigste Lösung“ so Marc Dahlen.