Stadt greift gegen Falschparker in der Stiftstraße durch

Am Montag wurden gleich mehrere Falschparker in der Stiftstraße abgeschleppt. In den sozialen Medien führte das zu Verwirrung, dabei ist die Beschilderung in der Straße klar.

Stadt greift gegen Falschparker in der Stiftstraße durch

Ein Auto nach dem anderen hob ein Abschleppwagen am Montagnachmittag auf seine Ladefläche. Er bahnte sich seinen Weg durch die Stiftstraße und schleppte alle Autos ab, die im absoluten Halteverbot auf der linken Seite in Fahrtrichtung Nerotal standen. Viele Wiesbadener erschreckte dieser Anblick. In den sozialen Medien diskutieren sie darüber, warum plötzlich so viele Fahrzeuge in der Straße in der Nähe der Taunusstraße abgeschleppt werden.

Halteverbot schon seit einem Jahr

Zwar herrscht das Verbot schon seit rund einem Jahr, viele der Nutzer scheinen die genaue Verkehrssituation in der Straße aber trotzdem nicht zu durchblicken. Und das könnte einen Grund haben: Über die Verkehrsführung und die Parksituation in der Stiftstraße wird schon lange diskutiert. Nachdem die Straße erst eine Einbahnstraße war, durfte sie rund ein Jahr lang von beiden Seiten aus befahren werden; die Parkplätze auf der rechten Seite fielen weg. Dadurch sollten Rettungs- und Einsatzwagen der Feuerwehr besser durch die Straße fahren können.

Viele Anwohner beschwerten sich allerdings darüber, dass sie keine Parkplätze mehr finden und die Straße zur Rennstrecke geworden war. Aus Protest parkten sie trotzdem in der Straße, was die Stiftstraße wie eine Einbahnstraße wirken ließ. Im Frühling 2019 kündigte die Stadt dann an, die Einbahnstraßenregelung tatsächlich wieder einführen zu wollen; das Halteverbot sollte aus Platzgründen aber trotzdem bestehen bleiben.

Einbahnstraße und Halteverbot

Lange tat sich daraufhin nichts. Erst vor rund zwei Wochen richtete die Stadt die Einbahnstraße wieder ein. Die Halteverbotsschilder, die zuvor in Richtung Nerotal zeigten, wurden umgedreht und Einbahnstraßenschilder weisen jetzt auf die neue Verkehrsregelung hin. Lange blieb das illegale Parken in der Straße ohne größere Konsequenzen. „Die kommunale Verkehrspolizei kontrolliert Verkehrsordnungswidrigkeiten im gesamten Stadtgebiet und kann daher bestimmte Stellen nur punktuell bestreifen“, sagte ein Sprecher der Stadt Ende Januar dazu. Am Montag setzte die Verkehrspolizei das Verbot dann mithilfe von Abschleppwagen durch. (nl)

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