Strengere Regeln für Shisha-Bars geplant

Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Kohlenmonoxidvergiftungen in Shisha-Bars gekommen ist, wird in Wiesbaden derzeit über eine Verordnung mit strengeren Regeln für die Betriebe diskutiert.

Strengere Regeln für Shisha-Bars geplant

61 Patienten sind in den vergangenen fünf Jahren in den Druckkammerzentren der Rhein Main Taunus GmbH behandelt worden. Sie alle eint, dass sie zuvor eine Shisha-Bar besucht und dort zu viel Kohlenmonoxid eingeatmet hatten. Nachdem sich AfD und FDP in der Stadtverordnetenversammlung dafür ausgesprochen hatten, über Grenzwerte in und strengere Regeln für Shisha-Bars zu diskutieren, wurde dies im Wiesbadener Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration, Kinder und Familie auch getan.

Michael Kemmerer, Geschäftsführer der Rhein Main Taunus GmbH, gab an, dass die Fallzahlen von Kohlenmonoxid-Vergiftungen durch Shisha-Bar-Besuche eine steigende Tendenz aufweisen. Außerdem vermutete er, dass die Dunkelziffer in dem Bereich sehr hoch sei. Die Risiken seien jedoch nicht zu unterschätzen, ein Arztbesuch für die Gesundheit unerlässlich.

AfD-Vorstoß findet Zustimmung

Bereits Ende Januar hatte die AfD einen Antrag eingereicht, in dem sie den Magistrat auffordert, eine neue Verordnung für Wiesbadener Shisha-Bars auszuarbeiten. Darin soll unter anderem ein verbindlicher Kohlenmonoxid-Grenzwert festgeschrieben werden. Außerdem sollen die Betreiber von Wasserpfeifen-Lounges dazu verpflichtet werden, entsprechende Belüftungs- CO2-Warn- und Rauchabzugsanlagen zu installieren.

Im Februar zog die FDP nach, forderte ihrerseits in einem Antrag, zunächst die Situation in Wiesbaden zu analysieren. Konkret sollte der Magistrat berichten, wie viele Fälle von Vergiftungen oder Gesundheitsschäden bislang entstanden sind. Außerdem verlangte die Partei Aufschluss darüber, in welchem Umfang die Wiesbadener Shisha-Bars im vergangenen Jahr kontrolliert und welche Verstöße dabei festgestellt wurden.

CDU, SPD und FDP schlossen sich im Ausschuss der Sichtweise der AfD an, dass ein dringender Handlungsbedarf bestehe und die Stadt Wiesbaden prüfen müsse, welche rechtlichen Möglichkeiten sie auf kommunaler Ebene habe, um unabhängig von der Landesregierung Shisha-Barbesucher besser vor Kohlen-monoxid-Vergiftungen zu schützen.

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