Mit einem symbolischen Spatenstich am Kerbeplatz in Dotzheim haben die Stadt Wiesbaden und die OXG Glasfaser GmbH den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt begonnen. Wie die Stadt mitteilt, kommt sie damit ihrem Ziel näher, eine flächendeckende digitale Infrastruktur zu schaffen.
Die Firma OXG hat angekündigt, rund 15.000 Adressen und damit etwa 70.000 Haushalte in Wiesbaden mit Glasfaser zu erschließen. Der Ausbau soll sich vor allem auf die westlichen Stadtteile konzentrieren. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Magistrat wurde Anfang des Jahres geschlossen.
Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger betont die Wichtigkeit des Projekts: „Schnelles und stabiles Internet ist heute wichtiger denn je – für Familien, Firmen, Schulen und auch die öffentliche Verwaltung. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist dafür ein wichtiger Schritt.“ Das Engagement mehrerer Unternehmen zeige, dass Wiesbaden ein attraktiver Standort sei.
Mehrere Unternehmen bauen in Wiesbaden aus
Außer OXG treiben auch weitere Telekommunikationsunternehmen den Ausbau in anderen Stadtteilen voran. So baut Vodafone/Meridiam Glasfaser derzeit die Netze in den östlichen Vororten Auringen, Breckenheim, Delkenheim, Erbenheim, Heßloch, Igstadt, Medenbach, Naurod und Nordenstadt aus. Die Deutsche Telekom erschließt seit 2025 schrittweise Bereiche der Innenstadt und plant weitere Ausbaugebiete. Für Unternehmen hat die städtische WiTCOM GmbH bereits in allen Wiesbadener Gewerbegebieten eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur geschaffen.
Ziel der Landeshauptstadt ist es, allen Bürgern und Unternehmen einen Zugang zu moderner Glasfaserinfrastruktur zu ermöglichen. Laut Bundesnetzagentur sind in Wiesbaden aktuell rund 25 Prozent der Privathaushalte bereits mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung (FTTH) versorgt, die Geschwindigkeiten von mehr als 1000 Megabit pro Sekunde erlauben.
Ausbau erfolgt ohne öffentliche Gelder
Der Glasfaserausbau in Wiesbaden findet bislang ausschließlich eigenwirtschaftlich statt. Das bedeutet, die Unternehmen investieren ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand. Der Magistrat begleitet diesen Prozess aktiv, beispielsweise durch eine zügige Bearbeitung von Genehmigungsverfahren.
Die Stadt Wiesbaden stellt klar, dass sie selbst keine Glasfaseranschlüsse anbietet und auch keine Empfehlung für ein bestimmtes Unternehmen ausspricht.